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Ein Bild vom letzten Wochenende: Der Abfalleimer war lediglich halb voll. 

Vandalismus

Immer wieder: Bergfeldsee als Müllhalde

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Es hört nicht auf: Schon wieder haben am Poinger Bergfeldsee Unbekannte an mehreren Stellen achtlos Müll hinterlassen und Dinge beschädigt. Der See ist nicht der einzige „Hotspot“. 

Poing – Schöne Stunden am Badesee verbringen, mit Freunden treffen (so, wie es wegen Corona momentan halt erlaubt ist) – dafür ist der Bergfeldsee in Poing da. Oder der Monopteros im Bergfeldpark. Um dort Freizeit zu verbringen. Beide Plätze sowie andere öffentlichen Flächen wie der Reuterpark in Poing-Süd sind allerdings nicht dazu da, Müll liegen zu lassen. Statt ihn entweder in den Abfalleimern zu entsorgen oder, falls diese voll oder nicht vorhanden sind, wieder mitzunehmen, häufen sich die Fälle von Müllfrevel.

Poing: Kaputter Stuhl in See geworfen

Am vergangenen Wochenende boten sich auf Teilen der Liegeflächen am Bergfeldsee am Morgen einmal mehr unschöne Bilder: leere Flaschen,teilweise zersplittert, Abfall aller Art (beispielsweise leere Pizzakartons), ein kaputter Gartenstuhl, der ins Wasser geworfen war, Reste eines Schlauchboots, einfach liegen gelassen. Außerdem wurde, zum wiederholten Male, eineRettungsring-Station beschädigt. Am Sturm, der in der Nacht von Samstag auf Sonntag über Poing fegte, lag dies alles sicherlich nicht.

Poing: Müll-Brennpunkt Monopteros

Vor zwei Wochen schon sorgte viel Müll auf dem Monopteros, augenscheinlich nach einer abendlichen Party liegengelassen, für Unmut. Anwohner und Spaziergänger berichten, dass dies fast jedes Wochenende der Fall sei. Einen Abfalleimer gibt es am Monopteros nicht. Was natürlich keine Entschuldigung für derartiges Verhalten sein kann.

Poings Bürgermeister appelliert an Vernunft

Poings Bürgermeister Thomas Stark kennt die Problematik. Mehr, als an die Vernunft derjenigen zu appellieren, die sich am See oder in öffentlichen Parks treffen, bleibe ihm allerdings nicht übrig, sagt er. Zumal: „Ich kann es gut verstehen, dass sich vor allem Jugendliche nach der langen Corona-Zeit wieder treffen wollen.“ Weil abends beziehungsweise nachts auch in München Corona bedingt noch sämtliche Kneipen und Clubs geschlossen haben, gebe es in lauen Sommernächten momentan nicht viele Möglichkeiten, so Stark.

Polizei bittet um Hinweise

Polizeirat Helmut Hintereder, Leiter der Polizeiinspektion Poing, berichtet, dass die Sicherheitswacht normalerweise immer bis circa 22 Uhr im Dienst sei und auch am Bergfeldsee patrouilliere. Zu späterer Uhrzeit würden regelmäßig Streifenwagen zum See und zu anderen neuralgischen Punkten fahren. Wilde Müllablagerungen würden als Umweltverschmutzung geahndet werden. „Um Täter ausfindig zu machen würde es am meisten bringen, wenn Bürger verdächtige Wahrnehmungen der Polizei melden würden“, so Hintereder.

Bürgermeister Stark sagt, er habe Verständnis für Treffen und auch Feiern am Badesee und an anderen Orten. Kein Verständnis aber habe er dafür, wenn unachtsam Müll zurückgelassen wird. Er bittet darum, entweder die Abfallbehälter zu nutzen oder den Müll wieder mit nach Hause zu nehmen. „So, wie wir es früher auch gemacht haben.“

Die diesjährige Badesaison ist die zweite, in der die Schwimminsel im See nicht mehr da ist. 

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