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In zwei Fällen kam es am Wochenende zu Angriffen gegen Poinger Polizisten.

Widerstand

Betrunkene verletzen fünf Polizisten

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Fünf Beamte der Polizeiinspektion Poing sind am Wochenende von Betrunkenen angegriffen und verletzt worden. Zwei Polizisten sind vorübergehend dienstunfähig. 

Poing – In beiden Fällen waren die Täter ziemlich betrunken, in beiden Fällen widersetzten sie sich gegen Alkoholtest bzw. Blutentnahme. In beiden Fällen wurden Polizisten verletzt: drei am Freitag-, zwei am Sonntagabend. Zwei von ihnen sind vorübergehend dienstunfähig. „Die Gewalt gegenüber Polizeibeamten ist gestiegen und kommt immer wieder vor“, sagt Poings Polizeichef Helmut Hintereder. Nicht nur in seinem Dienstbereich, sondern generell in Bayern.

Im Gebäude der Poinger Inspektion ist es am Wochenende zu zwei derartigen Fällen gekommen. Am späten Freitagabend war eine 28-jährige Österreicherin auf Polizisten losgegangen und hat drei von ihnen verletzt. Die Frau, die betrunken Auto gefahren, von der Polizei auf der Flughafentangente Ost gestoppt und zur Dienststelle gebracht worden war, wehrte sich gegen eine Blutentnahme. Sie trat und schlug in Richtung der Beamten, einer Polizistin schlug sie mit der Faust auf den Kopf und zog sie an den Haaren. Letztendlich konnte die Österreicherin gefesselt werden und die Ärztin konnte Blut abnehmen. Anschließend schlief die 28-Jährige ihren Rausch in der Arrestzelle aus.

Am Montag informierte die Polizei über einen weiteren, ähnlichen Fall, der sich am Sonntag zugetragen hat. Als Streifenbeamte einen 32-jährigen Poinger bei sich Zuhause kontrollieren und einen Alkoholtest durchführen wollten, wehrte er sich dagegen vehement. Zum Transport in die Dienststelle musste eine zweite Streifenbesatzung angefordert werden. „Ein Beamter und eine Beamtin erlitten aufgrund der Gegenwehr leichte Verletzungen“, heißt es im Pressebericht von Montag. Und weiter: „Nach der Blutentnahme verbrachte der Beschuldigte noch einige Zeit in der Arrestzelle in Gewahrsam, da er zu aggressiv war, um ihn zu entlassen.“

Der Überprüfung des Mannes vorausgegangen war die Mitteilung einer Verkehrsteilnehmerin, dass auf der Bundesstraße 12 bei Hohenlinden ein Auto in Schlangenlinien und sehr langsam unterwegs sei. Eine Streife der PI Poing fuhr dem Mann entgegen, der zusammen mit seiner Frau und zwei Kleinkindern unterwegs war. Schon im ersten Augenblick fiel den Beamten auf, dass der Autofahrer stark nach Alkohol roch.

Sowohl gegen die Österreicherin als auch gegen den Poinger wurden Strafanzeigen gestellt, wegen Trunkenheit im Verkehr sowie Widerstand gegen und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte.

Dass diese beiden Fälle an einem Wochenende passierten, sei zwar Zufall, sagt Erster Polizeihauptkommissar Helmut Hintereder, sie bestätigten aber den Trend zur Gewalt gegen Polizisten. Poings Polizeichef hofft, dass schon bald bayernweit alle Polizisten mit Bodycams ausgestattet werden: „Wenn man ankündigt, dass gefilmt wird, hält sich der eine oder andere vielleicht zurück.“

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