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Stopp: Die wuchernden Pflanzen an Straßenrändern und auf öffentlichen Flächen sind gewollt. Die Gemeinde bittet Privatpersonen, die Wiesen nicht zu mähen. 

Blühflächen

Bitte nicht abmähen

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Auch wenn es wild aussieht: Die nicht gemähten Flächen an Straßenrändern und öffentlichen Plätzen in Poing sind gewollt. Warum? Darum: 

Poing – Die wuchernden Pflanzen entlang der Straßen und auf öffentlichen Flächen in Poing sind gewollt: Die Gemeinde lässt sie absichtlich stehen, als Beitrag zum Artenschutz. Als Schlaraffenland für Bienen und andere Insekten, als Angebot zur Nahrungsfindung und zum Unterschlupf. „Die Bereiche stehen noch in der Blüte und werden erst dann gemäht, wenn sie abgeblüht und nicht mehr schön anzusehen sind“, informiert Bürgermeister Albert Hingerl.

Die Blühstreifen sind anscheinend aber nicht jedermanns Sache. Die Poinger Interessengemeinschaft (IG) Artenschutz schreibt in einer Pressemitteilung: „Wir wir (...) beobachtet haben, müssen sich manche Einwohner offenbar erst an die üppig wuchernden Gräser und Wildpflanzen gewöhnen. Deshalb eine Bitte: Greifen Sie auf keinen Falls selbst zum Rasenmäher und mähen die Grünstreifen in Eigenregie ab!“ Darum bittet auch Bürgermeister Hingerl ausdrücklich – die Pflegearbeiten dürfen lediglich durch Mitarbeiter des Bauhofs ausgeführt werden. Im Sinne des Artenschutzes und zur Vermeidung von Haftungsrisiken für Privatpersonen.

Die neue IG Artenschutz ist hervorgegangen aus dem „Poinger Volksbegehren-Team“ anlässlich des Artenschutz-Volksbegehrens. „Da wir unsere Aufgabe mit dem Ende des Volksbegehrens noch nicht als erledigt ansehen und wir uns auch weiterhin aktiv für Umwelt- und Artenschutz einsetzen, finden wir die Umbenennung folgerichtig“, heißt es in einer Pressemitteilung der IG Artenschutz. Dass die Gemeinde bzw. der Bauhof sich beim Mähen der öffentlichen Grünflächen zugunsten der Bienen und Insekten zurückhält, sieht die IG als kleinen Erfolg für das gesteigerte Umweltbewusstsein in der Gemeinde: „Wir finden es super, dass es überall in Poing grünt und blüht. Ein großes Dankeschön dafür an den Baubetriebshof!“, schreibt Christina P. Tarnikas im Namen der IG.

Wer Interesse hat, bei der IG Artenschutz mitzumachen, schreibt eine E-Mail an IG-A@web.de. Oder kommt zum nächsten Treffen am Donnerstag, 4. Juli, um 19 Uhr ins Wirtshaus zur Poinger Einkehr (Sportzentrum).

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