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In Form einer Karte wird der digitale Poing-Gutschein sein. (Symbolfoto)

Aktion

Poing bringt eigenen Einkaufsgutschein auf den Markt

  • Armin Rösl
    VonArmin Rösl
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Für das Einkaufen im Ort führt die Gemeinde Poing einen digitalen Gutschein ein. Dieser soll rechtzeitig zum Start des Weihnachtsgeschäfts erhältlich sein.

Poing – Als Vorbild hat Tobias Stokloßa von der Poinger Verwaltung die Internetseite „Gutschein für Aglasterhausen“ auf die Leinwand projiziert. Die 4800-Gemeinde im Neckar-Odenwald-Kreis (Baden-Württemberg) hat das, was die 16 700-Einwohner-Gemeinde Poing noch in diesem Jahr einführen wird: einen Einkaufsgutschein für örtliche Geschäfte, Dienstleister und Gastronomiebetriebe. Der Verkaufsstart für den digitalen Poing-Gutschein (ähnlich einer EC-Karte) ist zum Weihnachtsgeschäft geplant, kündigte Bürgermeister Thomas Stark am Dienstagabend in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses des Gemeinderates an: „Ziel ist es, den Poinger Einzelhandel, Dienstleister und Gastronomen in Zeiten der stetig wachsenden Online-Konkurrenz zu stärken.“ Zusätzlich, so Stark weiter, könne der Poing-Gutschein auch die Folgen der Corona-Maßnahmen abmildern und den lokalen Einzelhandel unterstützen, indem die Kaufkraft in Poing gebunden wird.

Poing: Start zum Weihnachtsgeschäft

Zur Umsetzung wir die Gemeinde in Kooperation mit dem örtlichen Gewerbeverband einen Verein gründen und so genannte „Akzeptanzpartner“ suchen, die den Gutschein vertreiben und bei denen damit eingekauft werden kann. Die wiederum müssen nicht Mitglied im Verein sein. Wer Partner des Poing-Gutscheins wird, wird auf einer eigenen Internetseite präsentiert, das Marketing übernimmt die Gemeinde. Ebenso die Kosten für die Einführung des Gutscheinsystems sowie für die Produktion der Gutscheinkarten, hierfür rechnet die Verwaltung mit insgesamt etwa 4500 Euro.

Je mehr mitmachen, desto toller wird das Ganze.

Poings Bürgermeister Thomas Stark

Die laufenden Kosten sind dann durch die Betreiber des Gutscheinsystems zu tragen, indem sie drei Prozent des Umsatzes an Gebühr leisten. Tobias Stokloßa nannte in der Ausschusssitzung als Beispiel: Kauf jemand für 100 Euro bei einem Gutscheinpartner ein, zahlt dieser drei Euro Gebühr.

Zum Start werden 5000 Stück produziert

Der Gutschein ist nicht in Papierform, sondern als Plastikkarte geplant, zum Start sollen 5000 Stück hergestellt werden. Das digitale System besteht aus individuellen QR-Codes, einer App und einer Website für die Vertriebs- und Akzeptanzstellen. Die Karten können mit frei wählbaren Beträgen aufgeladen werden.

„Je mehr mitmachen, desto toller wird das Ganze“, sagte Bürgermeister Thomas Stark. In Gemeinden, die das System bereits haben (wie Aglasterhausen), sei das System ein voller Erfolg. Der Poing-Gutschein, so Stark, sei auch eine gute Geschenkidee – nicht nur zu Weihnachten.

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