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Poings Bürgermeister Albert Hingerl verkündete am Ende der Bürgerversammlung am Dienstagabend, dass er bei der Kommunalwahl 2020 nicht mehr kandidieren werde. 

Bürgermeisterwahl

Hingerl hört auf

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Poings Bürgermeister Albert Hingerl wird bei der Kommunalwahl 2020 nicht mehr kandidieren. Das hat der 64-Jährige am Dienstagabend verkündet. Die Hintergründe:

Poing – Poings Bürgermeister Albert Hingerl hat die Bürgerversammlung am Dienstagabend in der Aula der Anni-Pickert-Schule mit einer überraschenden persönlichen Erklärung beendet: „Ich werde bei der Kommunalwahl 2020 nicht mehr kandidieren.“ Im März nächsten Jahres wird er 20 Jahre Amtszeit vollenden. Das, so der 64-Jährige, sei genug.

Nach der Versammlung sprach Hingerl mit unserer Zeitung über seine Entscheidung und die Beweggründe. Es sei ihm wichtig, dass er das Dienstende selbst bestimme. Jetzt sei ein guter Zeitpunkt dafür. Würde er nochmals kandidieren (was aufgrund einer neuen bayernweiten Regelung möglich wäre, da die Altersgrenze für Bürgermeisterkandidaten von 66 auf 67 Jahre erhöht worden ist) und gewählt werden, wäre er bei Amtsende (nach sechs Jahren) 72 Jahre alt. Eine Aussicht, mit der er sich nicht so recht anfreunden könne. Wäre die Periode kürzer, ein, zwei Jahre, dann, so Hingerl, „dann wäre es etwas anderes“.

So aber wolle er die Zeit anderweitig verbringen und genießen. Mit der Familie, mit mehr Freizeit, mit Reisen, „vielleicht auch mit neuen Projekten“. Für den Poinger Gemeinderat werde er ebenfalls nicht mehr kandidieren, kündigte er am Dienstagabend nach der Bürgerversammlung an. Lediglich weiterhin für den Kreistag.

Die Entscheidung, nach dann 20 Jahren als Bürgermeister aufzuhören, sei ihm nicht leicht gefallen, sagte Hingerl. Er betonte, dass er nicht flüchte oder davonlaufe, dazu gebe es auch keinen Grund. Er werde eine geordnete Gemeinde ohne, sinnbildlich gesehen, offene Baustellen hinterlassen. Eine Gemeinde, in der er weiterhin, auch nach seiner Amtszeit, bleiben werde.

Diese Amtszeit dauert noch ein Jahr (erst Wochen nach der Wahl im März 2020 wird der dann neu gewählte Gemeinderat inklusive Bürgermeister/in übernehmen), ein Jahr, bevor für Albert Hingerl „ein Lebensabschnitt endet und ein neuer beginnt“, wie er sagte.

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