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Die Maibaumwachhütte des Burschenvereins am Poinger Volksfestplatz darf noch länger stehen bleiben. 

Idee

Poings Bürgermeister plant Corona-Hilfspaket für Vereine

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„Die Vereine haben immer unser Gemeindeleben bereichert, jetzt versuchen wir, was für sie zu tun“: Das sagt Poings neuer Bürgermeister Thomas Stark. Und erklärt, was er tun will. 

Poing – Beim Poinger Straßenfestival haben mehrere örtliche Vereine Stände aufgebaut und verkaufen meist Getränke und Essen bzw. Kaffee und Kuchen – und füllen damit ihre Vereinskasse. Oder bei anderen Veranstaltungen, die allesamt wegen Corona abgesagt werden mussten. Der Burschenverein Poing-Angelbrechting beispielsweise hat einiges an Geld in den Bau der Maibaumwachhütte am Volksfestplatz gesteckt – umsonst. Die Wochen der Wache sind ebenso ausgefallen wie das Aufstellen des Maibaumes selbst. Auch das traditionelle Weinfest, das der Burschenverein in Angelbrechting veranstaltet, findet heuer nicht statt.

Poing: Wegen Corona fehlen Vereine Einnahmen

So, wie viele andere Feiern, das Standlfest des Trachtenvereins Aubergler zum Beispiel, das jedes Jahr an Christi Himmelfahrt (Vatertag) über die Bühne geht, oder das Stadlfest der Poinger Bauernhochzeiter. Allesamt Feste für die Bevölkerung, und wichtig für die Vereinskasse – Einnahmen, die in die Vereinsarbeit fließen. Einnahmen, die es in Corona-Zeiten nicht gibt.

Gemeinde Poing will gespartes Geld anderweitig verwenden

Poings neuer Bürgermeister Thomas Stark hat in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates kurz von einer Idee erzählt, die er in den nächsten Wochen und Monaten gemeinsam mit dem Gemeinderat umsetzen möchte: eine Art „kleines Corona-Hilfspaket“, wie er sagte. Im Gespräch mit unserer Zeitung erläuterte Stark hinterher, wie das Hilfspaket aussehen könnte: eine Unterstützung in finanzieller und/oder ideeller Form. Erste Gespräche mit Vereinsvertretern habe er bereits geführt, weitere sollen folgen. „Die Vereine haben immer unser Gemeindeleben bereichert, jetzt versuchen wir, zumindest ein bisschen was für sie zu tun“, sagt Stark. Ohne die Gemeindefinanzen zu stark zu belasten.

Bürgermeister Stark will Danke sagen und Solidarität zeigen

Der Gesamtbetrag, den Poing zur Verfügung stellen und einzelnen Vereinen auszahlen werde, werde überschaubar sein, betont er. Das „Corona-Hilfspaket“ soll auch ein Zeichen der Solidarität, des Dankes, vor allem aber der Motivation sein. Die, so berichtet Poings Bürgermeister aus den ersten Gesprächen, flache wegen Corona bei so manch ehrenamtlich Tätigen ab. Weil eben auch die Zukunft ungewiss sei.

Finanzielle und ideelle Unterstützung möglich

Das Geld soll nicht im Gießkannen-Prinzip ausgeschüttet werden, kündigt Stark an. Manche Vereine hätten schon signalisiert, dass sie keine finanzielle Unterstützung benötigten. Dafür könnte die Gemeinde anderweitig helfen, ideell, so der Bürgermeister. Er nennt als mögliches Beispiel: Die Gemeinde führt – wenn es wieder erlaubt ist – Veranstaltungen durch und engagiert örtliche Vereine und Gruppen.

Gemeinderat Poing wird entscheiden

Letztendlich wird der Gemeinderat entscheiden, ob und in welcher Form die Gemeinde das „Corona-Hilfspaket“ schnürt. Das mögliche Geld, das ausbezahlt wird, könnte aus Einsparungen kommen, die die Gemeinde dieses Jahr macht. Beispielsweise durch die Absage des Volksfestes. Hierfür gab die Gemeinde Poing als Veranstalterin jährlich einen hohen fünfstelligen Betrag aus. Im vergangenen Jahr betrugen die Ausgaben laut Verwaltung knapp 96.500 Euro, darin inbegriffen sind unter anderem der Ehrenamtsempfang, der Sicherheitsdienst sowie technische Bauleistungen am Volksfestplatz. Hier gab es 2019 ausnahmsweise eine einmalige Ausgabe in Höhe von 21.658,91 Euro für die Anschaffung und feste Installation von vier Stromverteilern auf dem Festplatz. Im Jahr 2018 hatte die Gemeinde knapp 66.000 Euro für das Volksfest ausgegeben.

Maibaumwachhütte darf stehenbleiben 

Apropos Volksfestplatz: Auf dem steht immer noch die Maibaumwachhütte des Burschenvereins. Die darf dort vorerst auch bleiben, die Baugenehmigung sei um ein Jahr verlängert worden, teilt Bürgermeister Thomas Stark mit. Vielleicht könnte der Verein dort irgendwann in nächster Zeit, sobald es wieder erlaubt ist, ein anderes Fest veranstalten.

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