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Stehende Ovationen für den parteilosen Kandidaten.  

„Ein Garant für alle Belange“

Poinger CSU nominiert parteilosen Thomas Stark (54) für Bürgermeisterwahl

Dieser Mann kommt an bei der Poinger CSU: Fast einstimmig hat sie Thomas Stark zum Bürgermeisterkandidaten gekürt.

Poing – Auch wenn er nicht hier aufgewachsen ist, kennt Thomas Stark die Gemeinde Poing wie kaum ein anderer. Denn seit knapp 30 Jahren ist der 54-Jährige Angestellter der Gemeinde Poing, war bereits unter Altbürgermeister Rainer Lauterbach (CSU) Bauamtsleiter und während der gesamten Amtszeit von Bürgermeister Albert Hingerl (SPD) unter anderem dessen persönlicher Referent und seit drei Jahren zusätzlich Geschäftsführer im Rathaus.

Kandidat gehört keiner Partei an

Am Mittwoch wurde Thomas Stark, der keiner Partei angehört, von der CSU zu ihrem Kandidaten für das neu zu besetzende Amt des Poinger Bürgermeisters bei der Wahl im März 2020 bestimmt. Bei insgesamt 58 Wahlberechtigten stimmten 57 für Stark, ein Wahlzettel war ungültig. Mit stehenden Ovationen wurde der Wahlslogan „Stark für Poing“ ebenso begleitet wie die Rede des Kandidaten. Im Nebenzimmer des Poinger Hofs mussten noch etliche Stühle und Tische aufgestellt werden, bevor das Prozedere beginnen konnte.

CSU-Ortsvorsitzender Hans Östereicher teilte mit, dass der Ortsverband beschlossen habe, dass auch Nicht-CSU-Mitglieder an der Kandidatenwahl teilnehmen dürfen. „Wir haben uns auf die Bezeichnung ‚CSU Poing Aktive Bürger!‘ geeinigt“, fügte der Vorsitzende hinzu.

Christa Stewens war es vorbehalten, Thomas Stark als Kandidaten vorzuschlagen. Sowohl Stewens, als auch danach die beiden Fraktionsvorsitzenden Ludwig Berger und Eva-Maria Lawes bezeichneten Thomas Stark als ideale Lösung für die Nachfolge von Hingerl. Durch seine Tätigkeit an der obersten Position der Rathausverwaltung kenne er die Gemeinde mit Abstand besser als die anderen 

Stehende Ovationen für den parteilosen Kandidaten. Fotos: dul

Mitbewerber für den Bürgermeistersessel. Oft habe Hingerl seinen Referenten gefragt „Thomas, was moanst du?“ bei heiklen Entscheidungen. Wenn der Kapitän die Brücke verlässt, übernimmt immer der Erste Offizier das Kommando, zitierte Berger aus der Seefahrt. Thomas Stark sei „ein Garant für alle Belange der Wachstumsgemeinde, ein wahrer Glücksfall“.

Thomas Stark arbeitet seit 1990 in Poing

Stark erhielt Gelegenheit, sich vorzustellen. Er sei 1990 von seiner Heimat Marktredwitz nach Poing gezogen und war von Anfang an im Rathaus tätig. Gründlich habe er sich überlegt, für den Bürgermeisterposten zu kandidieren, sagte er. „Es ist Herausforderung und berufliche Chance für was Neues. Ich weiß sehr genau, worauf ich mich einlasse.“ Poing brauche ein Schulschwimmbad, das auch von Vereinen genutzt wird, begann Stark wichtige Vorhaben aufzuzählen. Ein stärkeres Gewicht soll unter seiner Regie den Finanzen beigemessen werden. „Wir müssen die derzeitige pro-Kopf-Verschuldung von 1800 Euro verringern“, forderte er. „Das geht aber nicht mit dem Bürgerhaus-Weiterbau auf Kosten neuer Schulden.“ Innerörtlich gebe es viele Möglichkeiten zur Verschönerung, der Verkehr müsse örtlich und überörtlich optimiert werden. Natur und Klimaschutz sowie die Familien-, Jugend- und Seniorenarbeit verbessert werden. „Es wird ein Programm geben, das wir mit unserem sehr guten Team bald vorstellen werden“, sagte Thomas Stark und versprach maximalen Einsatz für Poing.  dul

Einen weiteren Bericht über die Kandidatur Starks lesen Sie hier

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