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Insbesondere Problem-Standorte wie an der Kirchheimer Allee (unser Foto) sollen überwacht werden. 

Bisher fühlten sie sich unbeobachtet

Müllsündern auf der Spur: Detektive überwachen jetzt die Wertstoffinseln

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Damit an den Wertstoffinseln weniger Abfall illegal entsorgt wird, hat der Gemeinderat Poing beschlossen, die Standorte künftig bewachen zu lassen. 

Poing – Vor Kurzem waren es etwa 25 Ultrakondensatoren, die Unbekannte in einen Wertstoffcontainer am Standort an der Kirchheimer Allee (Poing-Nord) geworfen haben. Elektroschrott, der illegal und auf Kosten der Allgemeinheit entsorgt worden ist. Fälle wie diese kommen immer wieder vor, insbesondere an den Problem-Standorten an der Kirchheimer Allee sowie südlich des S-Bahnhofs. Dort fühlen sich die Müllfrevler unbeobachtet, weil die Wertstoffinseln etwas abseits liegen.

Beweismaterial sammeln

Die Gemeinde Poing will das Phänomen der sorglosen Abfallentsorgung nun bekämpfen – mithilfe einer Überwachung. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vor der Sommerpause einstimmig beschlossen, dass die Verwaltung eine Detektei beauftragt. Die soll die Container-Standorte überwachen und vor Gericht anerkanntes Beweismaterial sammeln. Beispielsweise in Form von Fotos, teilweise Videoaufnahmen und genauen Täterbeschreibungen. „Diese Art der Überwachung hat die Stadt Ebersberg schon seit Jahren eingeführt und bereits sehr gute Erfahrungen damit gemacht“, schreibt die Verwaltung in einer Stellungnahme.

Immer wieder entsorgen Unbekannte Müll jeglicher Art illegal an Poinger Wertstoffinseln. Hier waren es ausgediente Kühlschränke an der Bergfeldstraße.

Mit Beschluss des Gemeinderates soll die Detektei zunächst ein Jahr lang tätig sein. Die Kosten hierfür werden auf rund 15.000 Euro geschätzt.

Als weitere Möglichkeiten, um dem Problem Herr zu werden, standen Videoüberwachung und Erhöhung der Standplatzreinigung zur Auswahl. Aus Gründen des Datenschutzes sei die Videoüberwachung schwierig und sie sei teuer, aufgrund des technischen Aufwands, informierte Bürgermeister Albert Hingerl. Außerdem müsste aus Datenschutzgründen der Erfassungsbereich der Kameras so eingeschränkt sein, dass Personen, die nicht die Einrichtung nutzen, nicht erfasst werden. „Erfahrungen aus anderen Gemeinden zeigen, dass die Überwachung per Kamera nicht sehr effektiv und sinnvoll ist“, so die Verwaltung.

Die Wertstoffinsel am Münchner Korbinianplatz verkommt immer mehr zum unkontrollierten Müllabladeort. Der Entsorger ist informiert - doch ihm sind aktuell die Hände gebunden.

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