Lilly darf wieder batzeln – gemeinsam mit ihrem Bruder Vitus und Mama Kathi Gattner feilt sie an der Sandkastenküche im Miniclub Poing am perfekten Sandkuchen-Teig. 
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Lilly darf wieder batzeln – gemeinsam mit ihrem Bruder Vitus und Mama Kathi Gattner feilt sie an der Sandkastenküche im Miniclub Poing am perfekten Sandkuchen-Teig. 

Die Sandkasten-Bäckerei hat geöffnet

Poing: Endlich wieder Miniclub! - Anmeldung für Kleinkind-Gruppen möglich

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Der Miniclub des Familienzentrums in Poing hat nach der Corona-Zwangspause wieder geöffnet. Wir haben bei den Sandkuchen-Batzel-Bäckern vorbeigeschaut.

Poing – Nachdem ihre Mutter sie am Gartentor verabschiedet hat, führt der erste Weg von Lilly schnurstracks zur Küche im Sandkasten. An der aus Europaletten gebauten Theke sieht die Zweijährige nach dem Rechten, nimmt sich Kuchensandformen und beginnt zu backen. Schnell kommen weitere Kinder hinzu. Endlich wieder Miniclub!

Das sagen die Mädchen und Buben, das sagen die Eltern, das sagen die Betreuerinnen, das sagt auch Ceylin Freund vom Vorstand des Familienzentrums Poing. Nach der Corona-Zwangspause hat der Verein den Miniclub als erstes wieder geöffnet. „Vier Leute aus dem Vorstand haben wochenlang am Hygienekonzept gearbeitet“, erzählt Freund. Desinfektion, Regeln fürs Mittagessen und beim Wickeln (inklusive Mund-/Nasenschutz für Betreuerinnen) – seit Ende Juni läuft alles wieder so gut und normal es geht im Max-Mannheimer-Bürgerhaus, wo das Familienzentrum beheimatet ist. Besser gesagt: Dank des Wetters läuft draußen, im Garten des Bürgerhauses, alles wieder komplett normal – Mundschutz ist hier nicht notwendig. Im Garten verbringen die Mädchen und Buben zusammen mit den pädagogischen Fachkräften Sarah Niesner und Anne Wöhe so viel Zeit wie möglich. Im Sandkasten, an den Spielgeräten, auf der großen Wiese.

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„Lilly braucht andere Kinder“, sagt ihre Mutter Kathi Gattner. Die Corona-Quarantäne-Zeit sei insbesondere am Anfang hart gewesen, als die Spielplätze gesperrt waren. „Um so besser, dass jetzt der Miniclub wieder geöffnet ist“, sagt die 30-Jährige. Dreimal in der Woche, jeweils von 9 bis 12 Uhr, ist Lilly im Familienzentrum. „Eine kostengünstige Alternative zur Krippe“, sagt Kathi Gattner. Die Vertriebsassistentin ist momentan in Elternzeit, seit einem Jahr ist Lillys Bruder Titus auf der Welt. Die Vormittage, an denen Lilly im Miniclub ist, nutzt die Mama zum Beispiel, „um entspannter Einkaufen zu gehen, mit nur einem Kind“.

Die Kinder und Betreuerinnen vom wieder eröffneten Miniclub.

Vorstandsmitglied Ceylin Freund ist vor sechs Jahren selbst als Mutter zum Mini-club gekommen. Mittlerweile ist sie Schriftführerin des Familienzentrums. An das Hygienekonzept, das der Vorstand erstellt hat, halten sich alle Eltern, erzählt sie: „Sie machen gut mit.“ Das Kind wird am Gartentor den Betreuerinnen übergeben, fremde Kinder kommen nicht hinein: „Es ist eine geschlossene Gruppe“, sagt Freund.

Der Miniclub ist ein Angebot für Eltern von Zwei- bis Dreijährigen, die nicht in die Krippe gehen. Vor über 20 Jahren hat das Familienzentrum dieses Angebot ins Leben gerufen, als Vorbereitung auf den Kindergarten. Normalerweise sind es zwei Gruppen mit jeweils zehn Kindern, entweder montags und dienstags oder mittwochs bis freitags, immer von 9 bis 12 Uhr. Wegen des Coronavirus ist die Gruppengröße momentan auf acht Kinder begrenzt, plus den beiden pädagogischen Fachkräften. Ab September soll der Betrieb wieder normal laufen – vorausgesetzt, es ist aufgrund geänderter Corona-Regeln möglich. Aus Altersgründen werden dann einige der Kinder, die jetzt im Miniclub sind, diesen in Richtung Kindergarten verlassen haben. Dann ist Platz für neue Mädchen und Buben – sie werden sicherlich von Lilly in die Geheimnisse der Sandkasten-Küche eingeweiht.

Infos und Anmeldung

Eltern, die Interesse am Miniclub haben und ihr Kind für die neue Saison ab September anmelden möchten, finden Infos unter www.familienzentrum-poing.de. Oder sie schreiben eine E-Mail an Leiterin Sarah Niesner: miniclub@familienzentrum-poing.de

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