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Der Garten ist groß: Poings katholischer Pfarrer Philipp Werner (li.) und Pastoralreferent Michael Wendlinger freuen sich auf viele Besucher beim ersten „Picknick-Gottesdienst“ für Familien mit Kleinkindern. 

Für Familien mit Kleinkindern

Poings erster „Picknick-Gottesdienst“: Willkommen im Pfarrgarten!

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Poings katholischer Pfarrer hat sich in einer Predigt entschuldigt, dass in der Corona-Pandemie die Kirchen nicht geöffnet waren. Jetzt setzt er eine Idee um: „Picknick-Gottesdienste“. 

Poing – Vor Kurzem habe er sich in einer Predigt entschuldigt, erzählt Philipp Werner. Entschuldigt dafür, dass die Kirche für die Menschen nicht in der Form da gewesen sei, wie sie es seiner Meinung nach eigentlich hätte sein sollen. „In all den Jahrhunderten gab es Pandemien“, sagt er. Gerade in solchen Zeiten bräuchten Menschen Halt, auch im Glauben. „Und dann dürfen sie nicht in die Kirchen“, blickt Poings katholischer Pfarrer auf den Lockdown während der Corona-Pandemie zurück. „Das war mir zutiefst zuwider.“ Deshalb habe er sich, als wieder Gottesdienste mit Besuchern (wenn auch in begrenzter Anzahl) möglich waren, in einer Predigt entschuldigt.

Poing: Pfarrer entschuldigt sich

Während der Wochen, in denen die Kirchen geschlossen waren und keine Gottesdienste mit Menschen gefeiert werden durften, habe er trotzdem einmal am Tag eine Messe gehalten. Und jeden Tag das Allerheiligste ausgesetzt und angeleuchtet zur stillen Anbetung. Das alles ohne Ankündigung, in der alten Kirche St. Michael in Poing-Süd. Die Türen standen offen, erzählt er, wenn jemand zufällig reinkam, während er gerade einen Gottesdienst feierte, „dann habe ich ihn natürlich nicht rausgeschickt“. Ein Pfarrer solle sowieso einmal am Tag eine Messe feiern, erzählt Philipp Werner. Er habe es in der Corona-Zeit halt in der alten Kirche in Poing-Süd gemacht.

Kirchengänger müssen abgewiesen werden

Mittlerweile sind Gottesdienste wieder erlaubt, allerdings mit Hygieneregeln und mit beschränkter Anzahl an Besuchern. Das, so Pfarrer Werner, habe leider schon dazu geführt, dass am Eingang Menschen, die den Gottesdienst besuchen wollten, wieder abgewiesen werden mussten, weil die erlaubte Anzahl bereits erreicht war.

Poing: Pastoralreferent hat Idee für „Picknick-Gottesdienst“

Die regelmäßigen Kindergottesdienste mussten wegen Corona bislang komplett ausfallen. Am kommenden Sonntag starten sie wieder – als Freiluftgottesdienst. Die Idee dazu hatte Pastoralreferent Michael Wendlinger, Pfarrer Philipp Werner findet sie klasse und stellt den Garten des Pfarrhauses an der Schulstraße zur Verfügung. Der Eingang erfolgt durchs Gartentor ums Eck, an der Anzinger Straße. Poings erster „Picknick-Gottesdienst“ am Sonntag, 5. Juli, beginnt um 10.30 Uhr. „Picknick“ deshalb, weil jede Familie eine Picknickdecke mitbringen möge, erklärt Michael Wendlinger. Damit es gemütlich ist und die Abstandsregel leichter eingehalten werden kann. Jede Familie auf ihrer eigenen Decke.

Anmelden per E-Mail:

Um planen zu können, bittet Michael Wendlinger Familien, die am „Picknick-Gottesdienst“ teilnehmen wollen, sich per E-Mail anzumelden, unter der Adresse: mwendlinger@ebmuc.de.

Damit trotz Corona die Erstkommunionen gefeiert werden können, absolviert Poings Pfarrer Philipp Werner einen „Marathon“. 

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