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Wohin mit den Münzen? Geschäftsleute, die nach Ladenschluss Geld am Automaten einzahlen wollen, stehen in der Kreissparkassen-Geschäftsstelle in Poing oftmals vor einem defekten Gerät.

Einzahlungsautomaten

Immer ärger mit dem Münzgeld

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Getränkehändler Thomas Becker aus Poing ist verärgert über die Geschäftsstelle der Kreissparkasse in der neuen Ortsmitte. Genauer gesagt über die Einzahlungsautomaten, die oftmals nicht funktionieren.

Mehrmals die Woche muss Thomas Becker insbesondere Münzen einzahlen, die entweder aus seinem Geschäft oder aus einem der Getränkeautomaten stammen, die er betreut. Oder aus dem „Poinger Herzschlog“, deren Wirt er zusammen mit seinem Bruder Oliver Becker ist. In den vergangenen Tagen aber sei dies nicht möglich gewesen, berichtet der Getränkehändler. „Der Münzgeld-Einzahlungsautomat in der Poinger Geschäftsstelle funktioniert nicht“, schimpft er. Dies sei schon mehrmals der Fall gewesen – für Thomas Becker ein Unding.

„Wegen meiner Geschäftszeiten kann ich meist nur abends Geld einzahlen – da erwarte ich als Kunde schon, dass die Automaten funktionieren.“ Zumal er tagsüber, sollte die Zeit es mal zulassen, den Mitarbeitern der Kreissparkasse in Poing die vielen Cent- und Euro-Münzen gar nicht zum Zählen und Entgegennehmen zumuten wolle.

Thomas Becker ärgert sich über defekte Geld-Einzahlungsautomaten, auf die er als Getränkehändler angewiesen ist.

Am Wochenende hat der Getränkehändler nach dem Straßenfestival, bei dem im „Herzschlog“ viel Kleingeld in den Kassen war, eine Odyssee hinter sich gebracht. Am Sonntag, gegen 18.45 Uhr, habe er es zunächst in Poing versucht. Weil das Einzahlungsgerät dort aber nicht funktionierte, fuhr er weiter nach Kirchheim, Aschheim und Feldkirchen. „Aber entweder gibt’s dort gar keinen Einzahlungsautomaten, oder er ist defekt, wie es in Feldkirchen der Fall war“, berichtet er. Also musste er unverrichteter Dinge mit dem Packen Münzgeld wieder zurück. Eine für ihn blöde Situation, wie er sagt, weil das Konto doch eigentlich durch die Einzahlung gedeckt habe werden müssen, da eine neue Geschäftswoche begann.

Kerstin Brehm, Sprecherin der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg, bedauert den Ärger und weist gleichzeitig auf folgenden Umstand hin: „Einzahlungsgeräte für Münzen und Papiergeld sind – verglichen mit reinen Auszahlungsgeräten – tatsächlich vergleichsweise störanfälliger. Häufigster Grund ist, dass Fremdkörper (zum Beispiel Büroklammern, Schrauben, Plastikteile oder beim Papiergeld-Einzahlungsautomaten oftmals auch Münzen) versehentlich durch Kunden mit ins Gerät gelangen.“

Während der Öffnungszeiten der Filialen und Geschäftsstellen könnten Mitarbeiter oftmals den Defekt beheben. „Passiert die Störung am Wochenende, erfolgt die Instandsetzung in der Regel am nächsten Werktag.“

Im Falle des Münzgeld-Einzahlungsautomaten in der Poinger Geschäftsstelle informiert Brehm: Dort liege aktuell ein Defekt der Hardware vor, deren Reparatur einige Tage in Anspruch nehme, da ein Ersatzteil bestellt werden müsse.

Naja, entgegnet Thomas Becker. Für ihn ist die Antwort unbefriedigend, weil: „Wenn man schon weiß, dass diese Automaten störanfällig sind – warum schafft es die Kreissparkasse dann nicht, Geräte bereitzustellen, die es eben nicht sind und besser funktionieren?“ Schließlich gehöre auch das zu einem guten Service für Kunden.

Armin Rösl

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