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Im Poinger Rathaus wird bei Sitzungen nun ausschließlich Kaffee aus fairem Handel serviert.

Kampagne

Poing will "Fairtrade-Town" werden

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Im Rathaus wird bei Sitzungen nur noch fair gehandelter Kaffee serviert. Dies ist ein Kriterium, damit Poing offiziell "Fairtrade-Town" wird. 

Etwa 100 bis 150 Euro wird die Gemeinde Poing künftig pro Jahr mehr ausgeben – für Produkte des „fairen Handels“. Damit erfüllt sie eines der Kriterien, um den Titel „Fairtrade-Town“ tragen zu dürfen. Städte und Gemeinden, die an der Kampagne des Vereins TransFair teilnehmen, verpflichten sich unter anderem, dass bei Gemeinderats- und Ausschuss-sitzungen sowie im Bürgermeisterbüro fair gehandelter Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus dem fairen Handel verwendet werden. Laut Berechnung der Gemeindeverwaltung bedeute dies Mehrkosten von etwa 100 bis 150 Euro im Jahr. Für eine Tasse Kaffee sei durchschnittlich mit 2,5 Cent mehr zu rechnen. Die Mehrkosten für beispielsweise Zucker würden noch niedriger ausfallen.

Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, dass Poing an der Kampagne „Fairtrade Town“ teilnimmt. Auf Vorschlag und Initiative des Poinger Energie- und Umweltbeirats.

Um die Auszeichnung zu erhalten, muss als weiteres Kriterium eine Steuerungsgruppe gegründet werden. Diese Aufgabe, so Bürgermeister Albert Hingerl, könne durch den 2013 ins Leben gerufenen Energie- und Umweltbeirat (der sich aus engagierten Bürgern und Gemeinderatsmitgliedern zusammensetzt) übernommen werden. Der habe seine Bereitschaft signalisiert.

Die dritte Aufgabe für Poing: Fair gehandelte Produkte in vier Einzelhandelsgeschäften und zwei Gastronomiebetrieben. „Der Einzelhandel ist bereits abgedeckt, da unter anderem der dm-Markt, Edeka, Rewe und Tengelmann diverse Fairtrade-Produkte im Angebot haben“, informiert die Gemeindeverwaltung. Die Gewinnung zweier Gastronomiebetriebe werde Aufgabe der Steuerungsgruppe sein.

Die muss, als weiteres Kriterium, zudem dafür sorgen, dass in der Gemeinde in zwei öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereine oder Kirchen, fair gehandelte Produkte verwendet werden. „Außerdem sollen in diesen Einrichtungen Bildungsaktivitäten stattfinden“, heißt es im Kriterienkatalog von TransFair für Städte und Gemeinden in der Größe von Poing.

Letzter Punkt: Pro Jahr sollen vier Medienartikel zum Thema „Fairer Handel“ erscheinen. Dieses Kriterium würde über das Ortsnachrichtenblatt erfüllt werden, so Hingerl.

In Deutschland gibt es derzeit 430 Städte und Gemeinden, die mit dem Titel „Fairtrade Town“ ausgezeichnet worden sind. Unter anderem Freising, München, Erding, Landshut und Rosenheim.

Armin Rösl

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