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Die Kassenversicherung ersetzt der Gemeinde Poing einen Teil des durch den Kita-Betrug entstandenen Schadens in Höhe von einer Million Euro.

Kita-Betrug

Poing bekommt eine Million Euro

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Gute Nachricht für die Gemeinde Poing: Sie erhält von der Kassenversicherung eine Million Euro. Als Ersatz für ausbezahlte Fördergelder, die durch den Kita-Millionenbetrug des ehemaligen Diakonievereins verloren gegangen waren.

Insgesamt sind es knapp über zwei Millionen Euro gewesen, die der Gemeinde Poing aufgrund des Betrugsfalls Kindertagesstätte Kirchheimer Allee verloren gegangen waren. Jetzt hat sie eine Million Euro erstattet bekommen – von der gemeindlichen Kassenversicherung. Dabei handelt es sich laut Rathaus-Geschäftsführer Thomas Stark um den Höchstbetrag für „vorsätzliche Vermögensschäden durch Dritte“. Das Geld sei bereits überwiesen.

Carmen B., die damalige Vorsitzende des Evangelischen Diakonievereins, der die Kita geführt hatte, wurde im Juni zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und vier Monaten verurteilt. Sie hatte in den Jahren 2011 bis 2013 den Freistaat Bayern um Fördergelder in Höhe von 1,1 Millionen Euro betrogen, welche die unbeteiligte Gemeinde Poing auf Forderung der Regierung von Oberbayern bzw. des Landratsamtes Ebersberg zahlen musste.

Hinzu kommt rund eine Million Euro an eigenen Fördergeldern, welche die Gemeinde an den Diakonieverein für den Betrieb der Kita ausbezahlt hatte.

Das Urteil gegen Carmen B. ist noch nicht rechtskräftig, ihre Verteidigerin hat gegen das Urteil des Amtsgerichts Ebersberg Berufung eingelegt. Ob die Gemeinde Poing ihren Anteil von knapp einer Million Euro in einem weiteren Prozess von Carmen B. einfordern wird, steht noch nicht fest.

Armin Rösl

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