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Nach Ebersberg und nach Unterföhring könnten nach Meinung von Poings Grünen Schnellbusse (unser Bild zeigt einen Expressbus in Stuttgart) eingesetzt werden, um den öffentlichen Nahverkehr zu verbessern. 

Vorschlag der Grünen

Mit Expressbus schneller ans Ziel

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Poings Grüne präsentieren eine Liste mit Vorschlägen, wie der öffentliche Nahverkehr verbessert werden könnte. Unter anderem mit Expressbussen nach Ebersberg und Unterföhring.

Poing – Wie kann der öffentliche Personennahverkehr im Münchner Osten, speziell für Poing, verbessert werden? Zu dieser Frage hat sich der Ortsverband von Bündnis90/Die Grünen Gedanken gemacht, Ideen und Vorschläge zu Papier gebracht und diese jetzt veröffentlicht und an die Gemeinde Poing geschickt.

Vier konkrete Anregungen sind es, mit denen nach Ansicht der Grünen der insbesondere in Stoßzeiten (morgens und abends) überlastete öffentliche Nahverkehr für Pendler aus Poing und Umgebung besser gemacht werden könnte. Im Einzelnen:
1. Durchgängiger Einsatz von Langzügen auf der S-Bahnlinie 2 im gesamten Berufsverkehr – morgens stadteinwärts im Zeitraum von 6 bis 9 Uhr ab Markt Schwaben in Richtung München sowie abends stadtaus- und stadteinwärts von 16 bis 19 Uhr. Als Begründung schreiben die Grünen: „Die S-Bahnen sind auch in den Randzeiten des Berufsverkehrs überfüllt, auch abends fahren viele Pendler aus dem Umland nach München.“
2. Einrichtung eines Express-Busses von Poing nach Ebersbergim Ein-Stunden-Takt in der Zeit von 7 bis 18 Uhr. Haltestellen: S-Bahnhof Poing, Forstinning/Schwaberwegen, S-Bahnhof Ebersberg und Krankenhaus Ebersberg. Weil die Kreisstadt Ebersberg von Poing aus mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur sehr zeitaufwendig zu erreichen sei, müsse hier eine Alternative geschaffen werden, so die Grünen. In Ebersberg befinden sich viele Behörden wie Landratsamt, Kfz-Zulassungsstelle und Arbeitsamt, außerdem die Kreisklinik, zählt der Ortsverband auf. Ohne Auto seien diese Stellen nur schwer zu erreichen. Dies gilt insbesondere für das Krankenhaus, das etwa einen Kilometer vom Ebersberger S-Bahnhof entfernt liege. „Krankenhausbesuche ohne Auto sind fast unmöglich“, schreiben die Grünen.
3. Einrichtung eines Expressbusses von Poing über Unterföhring zur Studentenstadtim 20-Minuten-Takt (evtl. 40-Minuten-Takt außerhalb des Berufsverkehrs) zu den normalen Betriebszeiten mit folgenden Haltestellen: S-Bahnhof Poing, Grub, Kirchheim, Aschheim, S-Bahnhof Unterföhring, U-Bahnhof Studentenstadt. Eine solche Verbindung halten die Grünen für sinnvoll, weil: „In den großen Gewerbegebieten von Unterföhring (Allianz, Medien) arbeiten auch viele Menschen aus Poing oder Anzing. Diese fahren fast alle mit dem Auto, weil man mit der S-Bahn erst zeitaufwendig und störungsanfällig stadteinwärts zum Leuchtenbergring fahren und dort umsteigen muss.“ Auch die Gewerbegebiete von Aschheim seien nur umständlich zu erreichen, ebenso schwer hätten es Pendler aus dem Norden, die in Poing arbeiten.
Außerdem: „Bei Anschluss an die S-Bahn in Unterföhring würde auch die Verbindung zum Flughafen attraktiver, weil man nicht mehr mit schwerem Gepäck die hohen Treppen am Leuchtenbergring bewältigen müsste, eine fast um die Hälfte des gegenwärtigen Fahrpreises günstigere Tageskarte Außenraum ausreichen würde und man mit größerem Gepäck den im Berufsverkehr meist überfüllten S-Bahn-Abschnitt zwischen Leuchtenbergring und Unterföhring vermeiden könnte.“
4. Beginn der Buslinie 9410 Richtung Haag wieder am Münchner Ostbahnhof statt am Max-Weber-Platz. Hierzu meinen die Grünen: „Im Falle von größeren Störungen bei der S-Bahn ist diese Buslinie die einzige Verbindung aus München in das östliche Umland, speziell Richtung Poing (mit Umsteigen in Neufarn). Muss man dann erst mit der (in solchen Situationen hoffnungslos überlasteten) U-Bahn bis zum Max-Weber-Platz fahren, verlängert das die Gesamtfahrzeit noch zusätzlich und kann dazu führen, dass man diese nur selten verkehrende Verbindung nicht mehr erreicht.“

Am Ende ihrer Ausführungen schreiben die Grünen, dass das Wichtigste am öffentlichen Nahverkehr dessen Zuverlässigkeit sei: „Man kann nur dann sein Auto stehen lassen, wenn man sicher ist, prompt und einigermaßen pünktlich ans Ziel und wieder zurück zu kommen.“ Deshalb sollte die Deutsche Bahn die Infrastruktur der S-Bahn so weit ertüchtigen, dass der Verkehr ohne Störungen sicher funktioniert.

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