Frauen und ein Mann und eine Zigarettenkippe.
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Mitglieder der neuen BN-Ortsgruppe Poing haben zum Welt-Nichtrauchertag mobile Aschenbecher verteilt. Um die Umwelt zu schützen vor weggeworfenen Kippen.

Neugründung

Poing hat jetzt eine Naturschutz-Ortsgruppe - erste Aktion: Aschenbecher verteilen

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Die Gemeinde Poing hat jetzt eine eigene Ortsgruppe des Bund Naturschutz. Erste Aktion: Mitglieder haben mobile Aschenbecher verteilt. Das „Poinger Ascherl“.

Poing – Hauptsächlich soll der Nichtrauchertag, der von der Weltgesundheitsorganisation WHO erstmals am 31. Mai 1987 ausgerufen worden ist, auf die gesundheitlichen Risiken des Rauchens aufmerksam machen. Die neue Ortsgruppe Poing des Bund Naturschutz hat den Tag zum Anlass genommen, auch auf die negativen Auswirkungen auf die Umwelt hinzuweisen.

Poing: Infoblätter an Parkbänken

Auf einem Infoblatt hat die Ortsgruppe mehrere „Fakten zur Kippe“ (so die Überschrift) zusammengestellt. Zum Beispiel: „Bis zu 680.000 Tonnen Kippenmüll bzw. 4,5 Billionen Kippen jährlich weltweit. Alleine 4139 Kippen am Poinger Marktplatz im August 2019.“ Damals hatten Mitglieder der Interessengemeinschaft (IG) Artenschutz auf dem Marktplatz weggeworfene Zigarettenstummel gesammelt.

IG Artenschutz ist jetzt BN-Ortsgruppe

Aus der IG Artenschutz ist jetzt die Bund-Naturschutz-Gruppe Poing geworden, informiert Christina Tarnikas. Sie war Sprecherin der IG und ist jetzt in der BN-Ortsgruppe aktiv. „Es ist ganz gut, wenn man sich landkreisweit vernetzt“, sagt Tarnikas über die Neugründung der Ortsgruppe, die zur Kreisgruppe Ebersberg gehört. Ortsgruppen gibt es bereits in Grafing, Kirchseeon, Pliening, Forstinning, Glonn, Vaterstetten und Zorneding. „Aufgrund der Corona-Beschränkungen war es bisher unmöglich, einen Vorstand zu wählen“, sagt Christina Tarnikas. Das soll baldmöglichst nachgeholt werden.

Der Taschenbecher „Poinger Ascherl“.

Unter dem Motto „Der Name ändert sich – die Ziele bleiben“ hat die neue Ortsgruppe am Welt-Nichtrauchertag (31. Mai) eine „Anti-Kippen-Aktion“ durchgeführt. „Da immer noch zu viele Kippen in der Natur landen, lassen wir nicht locker und gehen nun mit einer neuen Strategie dagegen vor“, so Tarnikas. Die BN-Ortsgruppe hat das „Poinger Ascherl“ geschaffen – ein kleiner Taschenaschenbecher, sodass Kippen unterwegs eingesteckt und später in einem Mülleimer entsorgt werden können. Und nicht mehr achtlos in die Natur geworfen werden. Denn: „Der Zerfall einer Kippe dauert 15 Jahre“, heißt es auf dem Infoblatt der Ortsgruppe. Dieses haben die aktiven Mitglieder Charlotte Schmid, Andi Pankow, Mechthild Spies, Monika Fritsch und Christina Tarnikas an neuralgischen Punkten bzw. Bänken im Bergfeldpark aufgehängt. Und gleichzeitig an Raucher die „Poinger Ascherl“ verteilt sowie aus alten Konservendosen hergestellte, größere Aschenbecher. Für die umweltfreundliche „Kippe to go“.

Wer Interesse hat, bei der Ortsgruppe Poing mitzumachen, schreibt eine E-Mail an:
poing@bund-naturschutz.de

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