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Großprojekte wie den Neubau der Grundschule Karl-Sittler-Straße muss Poing stemmen. 

Poings Wachstum

Haushalt: Von 13 auf 78 Millionen Euro

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Poing – Das Wachstum der Gemeinde Poing ist nicht nur an den Bautätigkeiten sichtbar, sondern auch am Haushalt. Betrug das Gesamtvolumen (Einnahmen und Ausgaben) im Jahr 1998 noch gut 13 Millionen Euro, waren es 2018 knapp 78,5 Millionen Euro. Der Haushalt für 2019 weist laut Kämmerer Holger Schmidt ein Volumen von 77,5 Millionen Euro auf, für 2020 sind 72,5 Millionen veranschlagt.

Wachstum bedeutet unter anderem mehr Einnahmen durch beispielsweise Einkommens- und Grundsteuer, aber auch mehr Ausgaben bei Personal (das im Laufe der Jahre mehr geworden ist) und bei der Kreisumlage (Abgabe an den Landkreis Ebersberg). Insbesondere sind es aber die Investitionen, die zu Buche schlagen. Beispiele: Neubau der Grundschulen am Bergfeld und an der Karl-Sittler-Straße, Neubau Lehrschwimmbad und Mensa, neue Bahnunterführungen (S-Bahnhof und Anzinger Straße).

Poing: Höchststand an Schulden

Schon bevor bekannt wurde, dass die Gewerbesteuereinnahmen um gut fünf Millionen Euro im Vergleich zum Ansatz einbrechen werden (wir berichteten), hat der Gemeinderat beschlossen, dass die Gemeinde Poing 2020 einen Kredit in Höhe von 5,5 Millionen Euro aufnehmen wird und dass die Schulden steigen werden – der Höchststand wird laut Kämmerei nächstes Jahr erreicht mit knapp 38 Millionen Euro. Ursprünglich war von 30 Millionen Euro ausgegangen, aber dann kam der Einbruch der Gewerbesteuer. Nach 2020 sollen die Schulden wieder abgebaut werden, für 2023 wird der Stand auf knapp 30 Millionen Euro geschätzt.

Projekte werden durchgeführt

Trotz dieser Entwicklung und trotz der Gewerbesteuer-Mindereinnahmen könne die Gemeinde Poing die gesetzliche Mindest-Rücklage halten, sagte Kämmerer Holger Schmidt in der Finanzausschuss-Sitzung. Zwar würden sie nächstes Jahr auf den Tiefstand von knapp 637.000 Euro fallen, doch schon 2021 würden sie wieder auf knapp fünf Millionen Euro steigen. Ebenfalls 2021 sind zehn Millionen Euro Einnahmen durch Grundstücksverkäufe eingeplant.

Finanzausschuss Poing stimmt zu

In der Vorberatung des Haushalts 2020 und des Finanzplans bis 2023 sagte Bürgermeister Albert Hingerl, dass die Gemeinde einen ausgeglichenen Haushalt vorlege indem sämtliche bereits gefassten Gemeinderatsbeschlüsse aufgenommen worden seien. Der Ausschuss empfahl einstimmig dem Gemeinderat als entscheidendes Gremium, dem von der Verwaltung vorgelegten Haushalt zuzustimmen.

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