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Das Gymnasium im „Lerchenwinkel“ wird für etwa 1000 Schüler ausgerichtet sein. 

Schulentwicklung

In fünf Jahren startet Poings Gymnasium - vorher schon Vorläuferklassen

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Das Poinger Gymnasium soll in fünf Jahren in Betrieb gehen. Schon zwei Jahre zuvor sollen Vorläuferklassen starten. Das gab Landrat Robert Niedergesäß jetzt bekannt.

Poing Das Poinger Gymnasium soll im September 2024 in Betrieb gehen. Diesen Termin nannte Landrat Robert Niedergesäß jetzt bei einer Infoveranstaltung der Poinger CSU zum Thema Schulen. Dort wurde ihm aus dem Publikum eine Frage gestellt, die schon jetzt viele Eltern umtreibt: Wenn ein Kind aus Poing bereits ein, zwei oder gar drei Jahre vor dem Start ins Gymnasium kommt, beispielsweise nach Markt Schwaben, darf es dann später in die Heimatgemeinde wechseln? Eine konkrete Antwort konnte Niedergesäß zwar nicht geben, aber er betonte, dass er von möglichen Lösungen ausgehe. Zumal vorgesehen sei, bereits zwei Jahre vor dem Start, ab dem Schuljahr 2022/23, erste Vorläuferklassen am Franz-Marc-Gymnasium Markt Schwaben zu bilden, die dann später umziehen werden. Selbst wenn ein Kind noch ein Jahr früher auf ein Gymnasium und somit nicht in eine der Vorläuferklassen komme, werde man versuchen, Möglichkeiten für den Wechsel zu finden, so Niedergesäß.

Vorläuferklassen in Markt Schwaben

Klar sei bereits, dass das Poinger Gymnasium (welches das fünfte im Landkreis sein wird) für etwa 1000 Schüler konzipiert und neben naturwissenschaftlichen Bereichen auch einen wirtschaftswissenschaftlichen Zweig haben werde. Dies sei ein neues Angebot im Landkreis Ebersberg. Ebenfalls einmalig ist laut Niedergesäß, dass nach Eröffnung des Gymnasiums die Gemeinde Poing die einzige Kommune im Landkreis sein wird, die über alle drei Schularten, für die der Landkreis zuständig ist, verfügt: Sonderpädagogisches Förderzentrum (SFZ), Realschule und eben das neue Gymnasium.

Poing: Wirtschaftswissenschaftlicher Zweig

In das SFZ bzw. die Seerosenschule werde der Landkreis schon in absehbarer Zeit etwa 3,2 Millionen Euro stecken, berichtete Niedergesäß. Vor Kurzem hat der Kreistag beschlossen, die Schule aufgrund des Bedarfs zu erweitern. Vorgesehen ist eine Aufstockung.

Für den Bau des Gymnasiums im neuen Wohngebiet W7 („Lerchenwinkel“) sind laut Niedergesäß 60 Millionen Euro an Investitionskosten vorgesehen. Weil diese Schätzung allerdings schon zwei Jahre alt sei, gehe er davon aus, dass der Betrag höher ausfallen werde. Zumal geplant sei, das Gymnasium mit einer Vierfach-Turnhalle auszustatten, die auch für den Breiten-/Vereinssport zur Verfügung gestellt werde.

Schulschwimmbad schon vorher fertig

Neben Landrat Robert Niedergesäß sprach bei der Infoveranstaltung auch Simone Fleischmann. Die ehemalige Leiterin der Anni-Pickert-Schule und amtierende Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) plädierte mit Blick auf die Bildung in Bayern für einen ganzheitlichen Unterricht in den Schulen. Die Zeiten des Frontalunterrichts mit einem Lehrer bzw. einer Lehrerin vorne seien lange vorbei. Darüber hinaus stünde Schule vor großen Herausforderungen, so Fleischmann, als Schlagworte nannte sie Integration, Inklusion und digitale Schule.

Thomas Stark, Geschäftsführer im Poinger Rathaus und Bürgermeisterkandidat der CSU, berichtete zum Abschluss der Veranstaltung, dass das neue Lehrschwimmbad, das direkt südlich an der Anni-Pickert-Schule gebaut wird, in den Jahren 2022/23 in Betrieb gehen soll. Bedeute, dass dieses von Anfang an auch vom neuen Gymnasium für den Schwimmunterricht genutzt werden könne.

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