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Die einen ziehen nach Poing, die anderen wieder weg. Im Jahr 2018 wurden 1200 Zu- und 1000 Wegzüge registriert. Die Gemeinde Poing wächst stetig, aber nicht explosionsartig.

Wanderung

Poing ist nicht nur Wachstum

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Poing ist nicht nur eine Wachstums-, sondern auch eine Wanderungsgemeinde. Im Jahr 2018 gab es 1200 Zu- und 1000 Wegzüge. 

Poing – Durch die Neubaugebiete und die im bayern- und bundesweiten Vergleich überdurchschnittlich hohe Zahl an Geburten wächst die Gemeinde Poing stetig. Allerdings nicht explosionsartig, wie es die Neubaugebiete vermuten lassen. Zwar ziehen viele Menschen hierher, aber auch viele wieder weg. Diese Wanderung vollzieht sich seit Jahren und ist auch in der Statistik für 2018, welche die Verwaltung jetzt veröffentlicht hat, belegt: 1217 Zuzügen stehen 1016 Wegzüge gegenüber.

Im April 2019 (das Einwohnermeldeamt hat die aktuellen Zahlen gerade veröffentlicht) gab es sogar mehr Wegzüge (99) als Zuzüge (75). Infolgedessen ist die Einwohnerzahl von 16 508 (was einen neuen Höchststand bedeutete) im März auf nun 16 493 gesunken. Trotz der 13 Geburten, die im April gemeldet wurden. Sterbefälle waren es vier.

Laut Jahresstatistik waren am 31. Dezember 2018 exakt 16 480 Einwohner registriert. In den ersten vier Monaten 2019 sind 13 hinzugekommen. Im Laufe des Jahres 2018 stieg die Einwohnerzahl um 305, was im Durchschnitt pro Monat 25 Personen entspricht. „Moderates Wachstum“ ist ein Begriff, den sich der Gemeinderat und die Verwaltung seit Jahrzehnten, seit Beginn der Neubaugebiete, auf die Fahnen geschrieben haben. Auch deshalb wurden und werden die Neubaugebiete nicht gleichzeitig aus dem Boden gestampft, sondern Schritt für Schritt. Als nächste und letzte zwei Areale stehen die Wohnquartiere W7 und W8 an. Hier hat der Gemeinderat entschieden, dass der ursprünglich vorgesehene Wohnraum, der nördlich der Bergfeldstraße geschaffen wird, verdoppelt wird. Grund: Die angespannte Situation am Mietwohnungsmarkt. Statt Platz für jeweils 1000 Menschen in W7 und W8, werden Häuser und Wohnungen für je 2000 Menschen (insgesamt 4000) errichtet. So wird die Gemeinde Poing am Ende des Ausbaus auf über 20.000 Einwohner kommen.

Wie die Jahresstatistik 2018 beweist, ist Poing weiterhin eine junge Gemeinde, mit einem hohen Anteil an Kindern und Jugendlichen bzw. jungen Familien (siehe Kasten). Daran wird sich vermutlich nichts ändern, ist die Kommune doch insbesondere für sie attraktiv. Ob sie alle aber für immer hierbleiben? Oder nach Jahren weiterziehen und durch neue junge Familien ersetzt werden? Die Wanderungsstatistik wird es zeigen.

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