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Die MVG-Leihräder funktionieren über eine Handy-App. 

Leihsystem

Poing sagt Ja zum MVG-Rad

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Die Gemeinde Poing wird sich als erste Kommune im Landkreis Ebersberg am MVG-Fahrrad-Mietsystem beteiligen. Unklar ist noch, an welchen Standorten Stationen aufgestellt werden.

Poing – Bis die Stationen mit den Leihrädern tatsächlich aufgebaut sind, dauert es mindestens wohl noch ein halbes Jahr, doch der Bauausschuss des Gemeinderates Poing hat nun sein grundsätzlich Ja zu einer stufenweisen Einführung des MVG-Fahrradleihystems gegeben. In der Sitzung des Gemeinderates am 5. März soll dies endgültig beschlossen werden. Darüber hinaus auch, an welchen Standorten die MVG-Stationen installiert werden – und in welcher Größe.

Poing: Ausleihe via Handy-App

Das Mietsystem für die MVG-Fahrräder funktioniert über eine Handy-App, erläuterte Benjamin Bracher von der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) in der Ausschusssitzung am Mittwochabend. Die Mietgebühr betrage acht Cent pro Minute. „Aktuell sind 191.000 Nutzer registriert“, berichtete Bracher. In Stadt und Landkreis München stünden derzeit 4300 Leihfahrräder zur Verfügung, an 300 Stationen. In Poings Nachbarschaft in Kirchheim, Feldkirchen und Aschheim. Poing wäre die erste Gemeinde im Landkreis Ebersberg, die sich am MVG-Mietsystem beteiligt. Über die Ausleihzahlen und Erfahrungen mit dem MVG Rad im Landkreis München wurde vor Kurzem eine erste Bilanz präsentiert.

Kosten für Poing: zwischen 25.000 und 40.000 Euro pro Station

Die einmaligen Kosten, die die Gemeinde für eine Station bezahlen müsste, richten sich nach deren Größe: 25.000, 30.000 oder 40.000 Euro für acht, zehn oder 15 Stellplätze bzw. Fahrräder. Die Bestückung und Wartung der Räder und Stationen übernimmt die MVG, hierfür müsste die Gemeinde pro Jahr etwa 5000, 8000 bzw. 10.000 Euro zahlen (je nach Stationsgröße).

Poing: Diskussion um Standorte

Die Gemeindeverwaltung hat für die Bauausschusssitzung vier Standorte vorgeschlagen: S-Bahnhof Nord, Schulzentrum Gruber Straße, Wildpark und Rathaus. Während Bahnhof und Wildpark von allen im Ausschuss vertretenen Fraktionen befürwortet wurden, gab es beim Schulzentrum und Rathaus Bedenken, ob diese Orte sinnvoll seien.

Alternativen: Badesee, Gewerbepark, Neubaugebiet

Werner Dankesreiter (Bündnis90/Die Grünen) schlug als Alternative den Bergfeldsee vor. Außerdem brachte er eine Kooperation mit den großen Unternehmen ins Gespräch, die sich an einer Station beteiligen könnten, die beispielsweise am Technologiepark eingerichtet würde. Herbert Lanzl (CSU) erwähnte zudem die Neubaugebiete in Poing-Nord, wo eine Station ebenfalls Sinn machen würde.

Poing: Entscheidung Anfang März

Bürgermeister Albert Hingerl (SPD) kündigte an, dass er bzw. die Verwaltung bis zur Gemeinderatssitzung Anfang März Gespräche mit Firmen führen werde, ob und wie sich diese eine Beteiligung vorstellen könnten. Und: „Wir haben auch die Neubaugebiete W7 und W8 im Fokus“, so Hingerl. Zunächst aber wolle er in Absprache mit dem Umweltreferenten und Klimaschutzmanager der Gemeinde, Michael Wenzl, mit den vier vorgeschlagenen Standorten starten. Eine Erweiterung sei später immer noch möglich.

Vorschlag: Auch Pliening ins Boot holen

Eine Ausdehnung über die Gemeindegrenzen hinaus mache nach Ansicht von Werner Dankesreiter Sinn: „Pliening könnte sich auch beteiligen“, sagte er. Dann könnten Plieninger Bürger mit dem MVG-Rad zum S-Bahnhof nach Poing fahren. Eine gute Idee, antwortete Bürgermeister Hingerl, aber: Hierfür sei die Gemeinde Pliening verantwortlich.

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