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Junge Feuerwehrleute bei ihrer gemeinsamen Übung am Wochenende in Poing. 

Kreisjugendfeuerwehrtag

Lernen, zusammenarbeiten und auch noch Spaß haben

In Poing zeigen junge Feuerwehrleute aus dem Landkreis Ebersberg, was sie bislang schon alles gelernt haben. 

Zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge, spektakuläre Einsatzübungen und sehr viele Mitglieder der Jugendfeuerwehr: Das alles gab es am Samstag beim Kreisjugendfeuerwehrtag in Poing zu sehen, an dem mehr als 230 Jugendliche aus dem ganzen Landkreis teilnahmen, um die Wissenstest-Prüfung abzulegen.

Hierzu mussten die Jugendlichen zunächst einen Fragebogen beantworten. Danach ging es in die Praxis: In elf Einsatzübungen, die die Feuerwehr Poing mit Unterstützung der Feuerwehren Pliening und Gelting vorbereitet hatte, konnten die Jugendlichen zeigen, was sie bereits gelernt haben. So mussten unter anderem mehrere Brände gelöscht, Personen aus einem verunfallen Pkw gerettet und ein vermeintlicher Ammoniakaustritt bekämpft werden. An einer weiteren Station mussten von den Jugendfeuerwehren Ebersberg und Anzing zwei Personen aus unwegsamem Gelände gerettet werden. Während eine Person „per Hand“ über eine Böschung geborgen werden sollte, wurde die zweite Person mithilfe der Ebersberger Drehleiter und eines Flaschenzugs auf die benachbarte Straße herausgehoben.

Die Jugendlichen aus Anzing und Ebersberg arbeiteten hierbei sehr eng zusammen, was Jan Köhnen, Einsatzleiter bei dieser Übung, sehr zufrieden stimmte: „Das war eine rundum gelungene Übung. Die beiden Verletzten wurden schnell und schonend gerettet. Alles lief Hand in Hand.“

Sein Anzinger Kollege Markus Ganslmaier betonte den sozialen Aspekt einer solchen Gemeinschaftsübung: „Die Jugendlichen und auch wir Betreuer lernen uns bei solch einer Übung untereinander kennen, das ist super. Sonst kommen wir ja eher selten mit den Ebersbergern bei Einsätzen oder Übungen zusammen.“ Und auch die Jugendlichen waren nach der Übung zufrieden. „Es war mal was Neues und gerade das Arbeiten mit der Drehleiter ist ja immer spannend“, so ihr Fazit nach der Übung.

Auch an den anderen Übungsstationen wurden die Lagen souverän abgearbeitet. Zusammen mit der bestandenen Theorieprüfung konnte Kreisjugendfeuerwehrwart Mathias Weigl, Hauptorganisator des Tags, somit allen Jugendlichen ihr Wissenstest-Abzeichen überreichen. Doch für ihn ist es vor allem wichtig, den Jugendlichen über die Einsatzübungen auf spannende Art und Weise neues Wissen zu vermitteln. „Wir versuchen immer die Übungen so zu gestalten, dass die Jugendlichen etwas mit nach Hause nehmen können“, so Weigl. Dazu gehören seit einigen Jahren auch Vorführungen, die über den normalen Feuerwehr-Alltag hinausgehen. Hier können die Jugendlichen ihren Horizont erweitern. Dieses Mal demonstrierte die Feuerwehr Pöring die Rettung einer Kuh oder eines Pferdes mit einem speziellen Rettungsnetz und einem Kran. Und auch die Rettungshundestaffel der Feuerwehr Aschheim zeigte ihr Können. Poings Bürgermeister Albert Hingerl, Landrat Robert Niedergesäß und Kreisbrandrat Andreas Heiß dankten den jungen Leuten für ihr Engagement in der Feuerwehr und appellierten, diesen wichtigen Dienst auch fortzusetzen. Die Jugendlichen von heute seien die Einsatzkräfte von morgen. „Und wie wichtig es ist, dass im Notfall Menschen zum Helfen da sind, hat man gerade gesehen“, sagte Niedergesäß. Kurz zuvor war ein Fahrzeug der Feuerwehr Vaterstetten von Poing aus direkt zu einem aktuellen Dachstuhlbrand ausgerückt.

von Tobias Bönte 

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