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Auf dem Anwesen an der Schulstraße   wurde kräftig gerodet. Hier werden Wohnhäuser gebaut. 

Bauvorhaben in Poinger Schulstraße

Kahlschlag am Reuterpark

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Aufregung in der Schulstraße: Auf einem Baugrundstück  sind  zahlreiche Bäume gefällt worden - darunter vielleicht auch welche, die nicht hätten gerodet werden dürfen.

Poing – Nachbarn hatten die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Ebersberg, die Gemeindeverwaltung und die Polizei verständigt. Laut schriftlicher Pressemitteilung von Bürgermeister Albert Hingerl habe die Verwaltung die Maßnahme daraufhin geprüft, mit dem Ergebnis: „Nach Feststellungen vor Ort wurden auch zwei Bäume gefällt, die aufgrund ihres Stammumfangs grundsätzlich der Genehmigungspflicht nach der gemeindlichen Baumschutzverordnung unterliegen könnten. Von dieser Genehmigungspflicht bestehen allerdings Ausnahmen: So sind Nadelbäume oder Obstbäume (mit Ausnahme der Walnussbäume) von der Baumschutzverordnung ausgenommen. Die Gemeinde Poing prüft folglich, ob die Einleitung eines Bußgeldverfahrens geboten ist, und führt dazu entsprechende Beweissicherungen und Informationserhebungen durch.“ Für weitere Baumfällarbeiten auf dem Grundstück, das direkt an den Reuterpark angrenzt, sei am 13. Februar ein Antrag bei der Gemeinde Poing gestellt worden. Dieser werde von der Verwaltung derzeit noch geprüft, so Hingerl.

Der Grund für die Rodung liegt im Vorhaben des Grundstückseigentümers, auf dem Areal der Schulstraße 30 und 30a vier neue Wohnhäuser sowie eine Tiefgarage zu bauen. Die entsprechende Genehmigung hierfür hat er vom Gemeinderat bereits im vergangenen Jahr erhalten. Ein Vorbescheid des Landratsamtes liegt ebenfalls vor. Rechtlich ist das Vorhaben möglich, so die Stellungnahme der Gemeindeverwaltung zur Bauanfrage.

Dennoch haben sowohl der Bauausschuss als auch der Gemeinderat den Eigentümer um Sensibilität gebeten, aufgrund der seit Jahrzehnten eingewachsenen Natur in den Gärten und der Nähe zum Reuterpark. Um das alte Schulhaus, das auf einem Teil des Grundstücks direkt an der Schulstraße steht, zu erhalten, hat es die Gemeinde Ende vergangenen Jahres gekauft (wir berichteten).

Nachbarn der beiden Grundstücke sind verwundert über die massive Art und Weise, wie scheinbar wahllos durch die Gärten geholzt worden ist. Deshalb haben sie die Behörden verständigt. Sie hatten die Arbeiten beobachtet und gesehen, dass auch zwei mutmaßlich geschützte Bäume der Säge zum Opfer gefallen sind. Eine Anwohnerin, deren Name unserer Redaktion bekannt ist, die aber anonym bleiben möchte, ist nicht nur darüber sauer, dass die Aktion scheinbar Hals über Kopf vonstatten ging, sie wirft insbesondere dem Bund für Naturschutz und dem Landesbund für Vogelschutz „Tatenlosigkeit“ vor.

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