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Wegen Bauverzögerung und Kündigung von Aufträgen und Verträgen wird die Grundschule Karl-Sittler-Straße ein Jahr später fertig als geplant. 

Grundschule Karl-Sittler-Straße

Poings Problembaustelle soll im Juli 2020 endlich fertig sein

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Der Neubau der Grundschule Karl-Sittler-Straße gilt als die Problembaustelle in Poing. 2,5 Millionen Euro Mehrkosten und Fertigstellung ein Jahr später als geplant.

Poing – Nach aktuellem Stand der Dinge ist für Poings Problembaustelle ein Ende in Sicht: Der Neubau der Grundschule Karl-Sittler-Straße soll am 21. Juli 2020 fertiggestellt sein. Das gab die Verwaltung mit Bürgermeister Albert Hingerl an der Spitze in der letzten Gemeinderatssitzung in diesem Jahr bekannt. Und auch, dass die ursprünglich festgelegte Kostenobergrenze um circa zwölf Prozent (in Zahlen: um 2,541 Millionen Euro) überschritten wird. Dies hänge insbesondere mit der Bauverzögerung zusammen – wie berichtet, hatten während der Bauzeit sowohl das Bauunternehmen Leitner GmbH & Co. KG als auch das Architektenbüro Löhle Neubauer Aufträge bzw. Verträge gekündigt. Aufgrund dessen musste laut Hingerl die Bauausführung neu koordiniert und für mehrere Gewerke neu beauftragt werden. Das nun mit der Objektbetreuung beauftragte Architektenbüro Garbe + Garbe hat den aktuellen Zeitplan vorgelegt.

Poing: Umzug im Juli 2020

Die größte Folge der Verzögerung ist, dass die Karl-Sittler-Schule ein Jahr länger als vorgesehen in der Bergfeldschule in Poing-Nord untergebracht ist und die Schüler hin und her gefahren werden müssen. Am Ende werden es drei statt zwei Jahre gewesen sein. Wie die Verwaltung in der Gemeinderatssitzung verkündete, sei in Absprache mit der Schulleitung der Umzug für Juli 2020 vorgesehen, der bis spätestens 24. Juli abgeschlossen sein soll. Damit die Grundschule im September 2020 reibungslos ins neue Schuljahr starten kann.

Gesamtkosten: 23,7 Millionen Euro

Als das alte Gebäude im Herbst 2017 abgerissen wurde, sprachen die damaligen Planer von Gesamtkosten in Höhe von 21,2 Millionen Euro für Abbruch und Neubau. Wie die Verwaltung jetzt in der Ratssitzung bekannt gegeben hat, liegt der Betrag mittlerweile bei knapp 23,7 Millionen Euro. Ob und in welcher Höhe die Gemeinde Poing Anspruch auf Schadensersatz durch die Bauzeitenverschiebung und der daraus resultierenden Folgen und Mehrkosten hat, wird rechtlich geprüft.

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