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Mal richtig ausmisten und kaputte Gegenstände wegwerfen: Bastian Ober, Leiter des Kinderland-Kinderhauses Sudetenstraße in Poing-Nord, in Aktion.

Kinderland

Kitas in Corona-Zeiten: Notbetreuung und Aufräumen

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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In Kindertagesstätten wird derzeit auf Anweisung der Staatsregierung nur Notbetrieb gefahren. Hinter den Kulissen aber arbeitet das pädagogische Personal aber weiter.

Poing – Nicht nur Schulen, auch Kindertagesstätten sind wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Was aber nicht heißt, dass die Erzieherinnen und Erzieher jetzt nichts zu tun hätten, schreibt die gemeinnützige Kinderland PLUS GmbH aus Poing. Sie betreibt Kitas in den Landkreisen Ebersberg (Anzing, Ebersberg, Markt Schwaben, Parsdorf, Poing, Vaterstetten) und Erding (Erding, Finsing, Isen, Kirchberg/Schröding).

Poing: Maximal fünf Kinder in einer Gruppe

Da ist zum einen der Notbetrieb auf Anweisung der bayerischen Staatsregierung, den auch das Kinderland für jene Kinder anbietet, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten. Derzeit sind es insgesamt rund 30 Mädchen und Buben in neun verschiedenen Einrichtungen, informiert Kinderland-PLUS-Geschäftsstellenleiterin Gudrun Klein. „Die Zahl ändert sich zum Teil täglich, je nachdem, ob weitere oder weniger Eltern die Notbetreuung in Anspruch nehmen. Alle Einrichtungen stehen täglich bereit, Kinder zu betreuen“, sagt sie. „Wenn sich Eltern, die zum Berechtigtenkreis gehören, morgens spontan entscheiden, ihr Kind in die Notbetreuung zu geben, dann ist in jedem Haus gewährleistet, dass die Kinder aufgenommen werden.“

Abstand halten naturgemäß nicht möglich

Gemäß der Vorgaben der Staatsregierung werden maximal vier bis fünf Kinder in einer Gruppe betreut. Die Abstandsregelung könne bei der Arbeit mit Kindern naturgemäß nicht eingehalten werden, sagt Nina Bergs, Fachberaterin im Kinderland: „Die Kinder brauchen – je kleiner sie sind, desto mehr – körperlichen Kontakt zu ihren Bezugspersonen.“ Weiterhin würden Kinder getröstet, gewickelt und es werde mit ihnen gespielt. Unter Einhaltung der Hygieneregeln wie regelmäßiges und gründliches Händewaschen, richtiges Husten und Niesen sowie regelmäßige Flächendesinfektionen, so Bergs. 

Mit Kindern über Corona sprechen

Mit den Mädchen und Buben werde auch über die aktuelle Corona-Situation gesprochen, erzählt die Fachberaterin: „Natürlich stellen die Kinder viele Fragen, sie bekommen ja mit, dass sich die Welt um sie herum verändert hat.“ Die Pädagogen erklären dies den Kindern, abhängig vom Alter, so sachlich wie möglich und so detailliert, wie es für das einzelne Kind notwendig ist, berichtet Nina Bergs: „Dass es derzeit viele kranke Menschen gibt und deshalb nur die Kinder, deren Eltern bestimmte Berufe ausüben, in den Kindergarten dürfen, damit sich keiner ansteckt. Und dass deshalb jetzt im Kindergarten auch besonders gut die Hände gewaschen werden müssen.“

Vorbereiten für die Wieder-Eröffnung

Laut Geschäftsstellenleiterin Gudrun Klein besuchen derzeit 1507 Kinder die Einrichtungen der Kinderland PLUS gGmbH; in diesen sind etwa 320 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Diejenigen, die derzeit keine Kinder betreuen, nützen die Zeit für andere Dinge, berichtet Nina Bergs. Dinge, für die im Kita-Alltag oft die Zeit fehle, wie Entwicklungsdokumentation und die Vorbereitung von Elterngesprächen. „Sich intensiv mit der Entwicklung jedes Kindes auseinander zusetzen und dies auch mit den Kollegen abzusprechen und die eigenen Beobachtungen zu überprüfen ist die Grundlage unserer pädagogischen Arbeit.“ Außerdem werde die Zeit genutzt für Weiterbildungen (online) sowie für Ideen sammeln für die Zeit, wenn die Kitas wieder geöffnet werden. Außerdem werde die Zeit genutzt, die Einrichtungen auszumisten, Dinge zu reparieren oder Gegenstände, die total kaputt sind, auszumustern. Damit zum Start alles bestens vorbereitet ist.

Ganz was anderes: In der Karwoche und an Ostern bietet die katholische Pfarrei St. Michael Poing einen besonderen Service an für alle, die trotz Corona mitfeiern wollen.

Viele Menschen sind in Zeiten der Corona-Krise auf Hilfe angewiesen und viele wollen auch helfen. Jedoch wie kommen Bedürftige und Helfer zusammen? Wir haben die Antwort: Auf dieser interaktiven Landkarte finden Sie diejenigen die Ihre Unterstützung anbieten und können sich selbst als Helfer eintragen.

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