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Auch vermehrt aufkommendes Mikroplastik, beispielsweise in Kosmetika (Foto), sorgt dafür, dass Kläranlagen (wie jene in Finsing) nachgerüstet werden müssen. 

VEMO

Hohe Investitionen in Kläranlage

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Um für die Zukunft gerüstet zu sein, muss VEMO einen zweistelligen Millionenbetrag in die Erweiterung der Kläranlage investieren. Die Gebühren bleiben davon vorerst unberührt.

Poing – Noch reicht die Kläranlage aus, um das Abwasser aller 13 Mitgliedsgemeinden aufzunehmen und fachgerecht zu entsorgen. Sämtliche bis 2018 gemeldeten Wohn- und andere Bebauungspläne sind dabei berücksichtigt, informiert VEMO-Sprecherin Susanne Strauch. Allerdings ist mittelfristig eine Kapazitätserhöhung notwendig, die Baumaßnahmen im Werk in Finsing notwendig machen. Nicht zuletzt deshalb, weil die Bevölkerung in den nächsten Jahren weiter wachsen wird (beispielsweise durch das künftige Neubaugebiet W8 in Poing-Nord; W7, das als Nächstes realisiert wird, ist in die Planung bereits aufgenommen).

Derzeit besteht die Kläranlage des gemeinsamen Kommunalunternehmens VE München Ost (VEMO) aus einem Parcours verschiedener Reinigungsschritte, erläutert Strauch. „Hierbei werden mechanische, chemische sowie biologische Verfahren eingesetzt.“ Eine zunehmend alternde Gesellschaft, wachsender Zuzug von Menschen, Änderung des Verbraucherverhaltens und Fortschritte in Pharmakologie und Medizin seien Faktoren, die zu erheblichen Veränderungen der Abwasserqualität und -menge auch im Einzugsbereich von VEMO geführt hätten. Darauf müsse man reagieren, möglicherweise auch mit einer vierten Reinigungsstufe, sollte diese vom Gesetzgeber bzw. anhand neuer Richtwerte vorgeschrieben werden.

Ob und welche Auswirkungen die Maßnahmen auf die Wasser-/Abwassergebühren haben, könne man jetzt noch nicht sagen, so Strauch. Die nächste Kalkulationsperiode für Gebühren beginne 2020.

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