Spatenstich im Neubaugebiet

Lerchenwinkel Poing: Fünf Kilometer Fernwärme aus Geothermie

  • Armin Rösl
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Poings Neubaugebiet Lerchenwinkel soll modern und nachhaltig zugleich werden, sagen die Verantwortlichen. Dazu beitragen soll die Geothermie, an welches das Gebiet angeschlossen wird.

Poing – Die Wasser- und Abwasserrohre sind im Poinger Neubaugebiet Lerchenwinkel bereits verlegt, nun folgen die nächsten Leitungen: Am Freitag fand der offizielle Spatenstich für das Fernwärmenetz statt. Laut Franco Gola, Geschäftsführer der Bayernwerk Natur GmbH, werden knapp fünf Kilometer Leitungen verlegt. Das Neubaugebiet wird, ebenso wie der Zauber- und der Seewinkel, an die Geothermie-Anlage von Bayernwerk angeschlossen. Diese befindet sich am Kreisverkehr schräg gegenüber der OMV-Tankstelle. Dort pumpt Bayernwerk aus etwa drei Kilometern 85 Grad heißes Tiefenwasser nach oben für die Fernwärme.

Lerchenwinkel Poing: Wohnraum für 2000 Menschen

Im Lerchenwinkel, nördlich der Bergfeldstraße, entstehen 220 Reihenhäuser und 730 Wohnungen für insgesamt etwa 2000 Menschen. Außerdem wird hier ein Gymnasium für rund 1000 Schüler errichtet. Die ersten Häuser/Wohnungen sollen 2022 bezugsfertig sein, heißt es in einer Pressemitteilung von Bayernwerk. 

Geothermie, Solarlampen, Elektrotankstellen

Das Areal umfasst 130.000 Quadratmeter (entspricht etwa 17 Fußballfeldern) und soll ein modernes und nachhaltiges Wohnquartier werden. Das sagten Bayernwerk-Geschäftsführer Gola sowie Bürgermeister Thomas Stark und Helmut Sloim, Projektleiter und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Bauträger und Investoren (ARGE) am Bergfeld. Hierfür soll nicht nur die laut Gola klimaschonende Fernwärme mittels Geothermie sorgen, sondern Stark und Sloim zufolge unter anderem auch umweltschonende Straßenbeleuchtung durch Solarlampen sowie öffentliche Elektrotankstellen, E-Bike- und E-Lastenfahrradstationen.

Poing: Bald über 1000 Fernwärmekunden

Wie Bayernwerk Natur-Vertriebsleiter Robert Budde beim Spatenstich sagte, werde mit dem Lerchenwinkel die Zahl der Fernwärmekunden (Haushalte) in Poing die 1000er-Marke überschreiten. 1988 erfolgte der erste Fernwärme-Spatenstich in Poing, als mit dem Bau des Blockheizkraftwerks an der Gruber Straße begonnen worden war. Mittlerweile sei das komplette Fernwärmenetz in Poing 30 Kilometer lang bzw. groß, so Franco Gola; in Bayern seien es insgesamt etwa 200 Kilometer an Fernwärmeleitungen.

Bayernwerk investiert 5,5 Millionen Euro

Vertriebsleiter Budde zufolge investiere Bayernwerk in das Fernwärme-Projekt Lerchenwinkel rund 5,5 Millionen Euro. Er kündigte an, dass es ein Ziel des Unternehmens sei, die Wärmeversorgung in Poing auf bis zu 90 Prozent klimaneutral zu produzieren; ein weiteres Ziel sei es, die Wärmeversorgung für die Kunden „preisstabil zu halten“. 

Einen Überblick, was im Lerchenwinkel geplant ist, finden Sie hier. 

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