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Lydia und Emmeran Lang kümmern sich um die regelmäßige Pflege der Kapelle und des Areals rundherum. 

10 Jahre Marienkapelle

Oase im Wohngebiet

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Die Marienkapelle im Poinger Bergfeldpark feiert heuer ihren zehnten Geburtstag. Das Kreuz davor steht dort seit gut 200 Jahren. Ein Besuch: 

Poing – Die Vögel zwitschern, die Blumen duften, es riecht nach frisch gemähtem Gras – und ein bisserl nach Fensterputzmittel. Donnerstagvormittag, blauer Himmel und Sonnenschein im Poinger Bergfeldpark. Exakter Standort: Am östlichen Ende der Südmährenstraße. In diesem Teil des Parks steht eine Marienkapelle, davor ein großes, schmiedeeisernes Kreuz. Emmeran Lang und seine Frau Lydia machen gerade in und vor der Kapelle Frühjahrsputz. Runder Geburtstagsputz zugleich, weil: Vor zehn Jahren wurde die Kapelle errichtet und eingeweiht. Damals wie heute hier: Emmeran Lang. Er ist eines von insgesamt 29 Mitgliedern der Ortsgruppe Poing der Marianischen Männerkongregation Altötting. Die Ortsgruppe wurde vor 85 Jahren gegründet, auf ihre Initiative hin wurde die Kapelle gebaut.

„Das Kreuz“, sagt Emmeran Lang, „das steht schon seit etwa 200 Jahren an diesem Ort.“ Damals war es ein Wegkreuz an der ehemaligen Verbindungsstraße zwischen Poing und Landsham, erzählt der 70-Jährige. Außer Felder gab’s weit und breit nichts. Heute ist das Kreuz umgeben von Häusern der Wohngebiete an der Südmähren-/Riesengebirgsstraße (im Westen) und am Mitterfeldring (im Osten). Das große Kreuz wurde einst von seinen Vorfahren errichtet, erzählt Lang. Im Jahr 1938 habe seine Großmutter den Christuskorpus und eine Marienfigur hinzufügen lassen.

Vor zehn Jahren kam die Kapelle hinzu. Sie ist ein Kleinod und ein Ort der Ruhe. Mittlerweile liegt das dritte große Buch für Eintragungen auf, zwei sind bereits vollgeschrieben, das dritte in etwa bis zur Hälfte. Danksagungen, Gebete, Bitten an die Mutter Gottes – die Fülle der Eintragungen zeigt, dass die Kapelle gut besucht ist. „Manchmal, wenn ich hier bin, treffe ich Menschen beim Beten“, erzählt Emmeran Lang. Immer wieder würden sich gute und interessante Gespräche ergeben. Das freue und erfülle ihn sehr.

Die Marienfigur in der Kapelle.

An diesem Donnerstagvormittag sind es irdische Tätigkeiten, die der 70-Jährige und seine 66-jährige Frau Lydia ausüben. Rasen mähen, die Blumen gießen, Fenster und Eingangstüre sowie das Innere der Kapelle putzen. Der Mai ist in Bayern traditionell der Marien-Monat. Jedes Jahr findet auch hier, in der Bergfeldkapelle, eine Maiandacht statt. Heuer am kommenden Sonntag, 5. Mai. Beginn ist um 19 Uhr. Gleichzeitig soll die Andacht ein Dankgottesdienst zum zehnten Geburtstag der Kapelle sein. Zu deren Ehren wird nicht nur gebetet, sondern auch musiziert: Emmeran Lang kündigt drei Alphornbläser an. Sollte das Wetter allerdings, wie prognostiziert, am Wochenende schlecht und insbesondere zu kalt sein, werde die Maiandacht in der neuen Pfarrkirche Seliger Rupert Mayer gefeiert – inklusive Alphörner.

Egal, wo die Andacht stattfinden wird: Jeder ist hierzu eingeladen. Und freilich auch, die Kapelle einfach so zu besuchen, für eine kleine Auszeit vom Alltag. Hier, in der kleinen Oase mitten im Wohngebiet.

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