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Ziemlich trostlos sieht der Océ-Parkplatz an der Gruber Straße derzeit aus. Hier plant ein Investor aus Berlin drei Gebäude mit Boardinghouse und Büroräumen. 

Boardinghouse und Bürokomplex

Neuer Investor für Großprojekt 

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Ein Boardinghouse mit etwa 120 Betten, dazu mehrere Büroräumlichkeiten in unterschiedlichen Größen: Das ist das Grobkonzept für die Bebauung des Océ-Parkplatzes an der Gruber Straße in Poing. Nach einem Jahr Stillstand wird das Projekt fortgeführt – unter einem neuen Investor.

Poing Nachdem vor gut einem Jahr im Gemeinderat erstmals Planungen für die Bebauung des Areals (Ecke Gruber Straße/Siemensallee, auf der anderen Seite des Lidl-Marktes) vorgestellt worden waren, kehrte Ruhe ein. Nicht aber hinter den Kulissen. Im September hat ein neuer Investor das Grundstück vom bisherigen Eigentümer gekauft – und das Grobkonzept mit übernommen. Neuer Eigentümer ist die DKW Gruppe aus Berlin.

Deren Geschäftsführer Patrick Herzog-Smethurst sagt: „Wir haben den Hotelmarkt und den Bedarf an Büroflächen in und um München analysiert und sehen in diesem Standort großes Potenzial.“ Wegen der Nähe zur Messe Riem, wegen der guten Verkehrsanbindung und auch wegen des großen Nachbarn Océ. Dort finden immer wieder Schulungen und Treffen statt, zu dem Geschäftsleute aus aller Welt kommen. Im Boardinghouse („Zuhause auf Zeit“, das sich hauptsächlich an Langzeitnutzer richtet) könnten sie künftig übernachten. Ebenso wie Messebesucher bzw. diejenigen, die immer wieder oder mehrere Wochen für Firmen auf der Messe in Riem tätig sind, oder für Arbeiter und Handwerker. Insgesamt rund 120 Betten sind vorgesehen, berichtet Herzog-Smethurst.

Das detaillierte Konzept hierzu werde in den nächsten Monaten ausgearbeitet, kündigt der Geschäftsführer der DKW Gruppe an. Das Unternehmen beschreibt sich auf seiner Internetseite wie folgt: „Die KapitalWert GmbH (DKW) erwirbt, managt und entwickelt Wohnimmobilien.“ Mit Fokus auf Berlin und Leipzig.

„Poing ist unser erstes Engagement im Süden“, sagt Patrick Herzog-Smethurst. Drei Gebäude sind auf dem Grundstück an der Gruber Straße vorgesehen, unter ihnen soll eine Tiefgarage errichtet werden.

Welche Summe die DKW Gruppe hier investiert, darüber habe man mit allen Beteiligten Stillschweigen vereinbart. Nervös sei er nicht angesichts des im wahrsten Sinne des Wortes Neulandes, das er mit Oberbayern bzw. Poing betritt: „Ich bin positiv gestimmt über die Entwicklung der Gemeinde“, sagt er. Die Kommunikation und Zusammenarbeit mit der Verwaltung lobt er aufs Höchste.

Neben einem Boardinghouse sieht die Planung Büroflächen vor mit einer Größe von 4000 bis 7000 Quadratmetern. „Hier könnten zwei bis drei Firmen unterkommen“, so Herzog-Smethurst. Er spricht von „Ankermietern“ und davon, dass er auf dem internationalen Markt schon seine Fühler ausgestreckt habe.

Gespräche mit Interessenten für den Bürotrakt sowie mit möglichen Betreibern für das geplante Boardinghouse seien bereits geführt worden, berichtet der Geschäftsführer der DKW Gruppe. Für Namen und Details sei es allerdings noch zu früh.

Der Gemeinderat Poing hat in seiner Sitzung am 13. September beschlossen, den vorhabenbezogenen Bebauungsplan für das Areal aufzustellen. Damit ist ein erster, wichtiger formeller Schritt gemacht. Nachdem das Konzept im Detail steht, rechnet Patrick Herzog-Smethurst damit, dass die DKW Gruppe im dritten Quartal 2019 den Bauantrag bei der Gemeinde einreichen werde. Laufen alle weiteren behördlichen Schritte nach Plan, könnte ein Jahr später, etwa Mitte 2020, der Baustart erfolgen.

Ein weiteres Jahr Stillstand, wie zuletzt, solle es nicht mehr geben, sagt Herzog-Smethurst: „Wir wollen, dass es vorwärtsgeht und das Projekt realisiert wird.“

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