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Vorbild Stachus: Aus Bodendüsen sollen auch am Poinger Marktplatz die Fontänen schießen. Doch niemand will den Brunnen bauen. 

Kein Interesse

Niemand will Poings Marktbrunnen bauen

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Zwei Auftragsausschreibungen ohne Erfolg: Keine einzige Firma hat sich gemeldet, um Poings neuen Marktbrunnen zu bauen. Und jetzt?

Poing – Eigentlich, so war der Plan, hätte ab Frühjahr am Poinger Marktplatz in der neuen Ortsmitte ein großer Brunnen sprudeln sollen. Daraus wird vorerst nichts, denn: Bislang hat sich keine einzige Firma gemeldet, um den Brunnen zu bauen. Wie Bürgermeister Albert Hingerl berichtet, habe die Gemeinde Poing die Maßnahme zweimal öffentlich ausgeschrieben, im Dezember 2018 und Anfang dieses Jahres. Beide Male habe sich kein Interessent gemeldet. Das Auftragsvolumen liegt bei etwa 200 000 Euro.

Und jetzt? „Die Gemeinde wird Erfahrungswerte von anderen Kommunen einholen“, antwortet Hingerl. Außerdem soll das Projekt nochmals ausgeschrieben werden. Dass sich bislang niemand gemeldet hat, ist laut Bürgermeister keine große Überraschung: „Die Auftragsbücher vieler Firmen sind voll.“

Die Gemeinde wolle das Projekt dennoch umsetzen, allerdings werde man die Zeitschiene möglicherweise nicht mehr einhalten können. Geplant war, dass der Brunnen im Mai fertiggestellt ist. Ihn selbst planen und errichten werde die Gemeinde nicht.

Im Juli 2018 hat der Gemeinderat beschlossen, dass auf der Fläche zwischen Marktplatz und Spielplatz ein ebenerdiger Brunnen errichtet wird. Als Vorbild dient jener am Münchner Stachus, wenn auch nicht so groß: aus acht Bodendüsen soll das Wasser von einem bis zu 1,50 Meter in die Höhe schießen. Die Düsen sind im Abstand von zweieinhalb Metern voneinander angelegt, sodass insbesondere Kinder zwischen den Fontänen hindurch laufen können. Für den Bau inklusive Technik hat der Gemeinderat 150 000 Euro freigegeben. Die jährlichen Kosten für Strom und Wassertechnik bzw. -aufbereitung werden vom beauftragten Planungsbüro auf etwa 2600 Euro pro Jahr geschätzt (bei einem Betrieb von 15 Stunden am Tag). Im Winter wird der Brunnen abgedeckt.

Der Boden wird mit Kleinsteinpflaster bedeckt, dazwischen werden 80 blaue und 50 gelbe Glassteine eingebaut – die Farben der Gemeinde Poing.

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