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Ein Stück Normalität: „Kartoffeln gut, alles gut“

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Von: Armin Rösl

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Bettina Briexinger (vorne) und Anette Hermann vom Hansn-Hof. © Armin Rösl

Am Poinger Wochenmarkt herrscht in dieser Krisenzeit fast Normalität: Die Kunden befolgen die Abstandsregeln, ansonsten ist alles wie immer. Das ist gut so und tut gut so.

Poing – Ein älterer Herr packt einen Sack Kartoffeln auf den Gepäckständer seines Fahrrads und sagt lächelnd: „Kartoffeln gut, alles gut.“ Weil sie nahrhaft seien und es sowieso genug davon gebe. Die Stimmung am Poinger Wochenmarkt am Freitagmittag ist trotz Corona-Krise gut, von Unruhe keine Spur. „Die Leute halten ohne Aufforderung Abstand, es ist schön, dass es so entspannt ist und quasi von selbst funktioniert“, sagt Anette Hermann. Die Chefin vom Hansn-Hof Freiwillig und ohne Widerrede halten die Kunden in der Schlange Abstand zueinander.aus Angelbrechting steht zusammen mit Bettina Briexinger in der Verkaufshütte am Marktplatz und freut sich, dass es weder Chaos noch Hektik gibt.

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Freiwillig und ohne Widerrede halten die Kunden in der Schlange Abstand zueinander. © Armin Rösl

Poing: Wochenmarkt bleibt geöffnet

„Gestern haben viele Leute bei uns angerufen und gefragt, ob wir heute da sind“, erzählt Hermann. Sind sie, auch darüber hinaus, schließlich gelten Lebensmittel zu jenen Waren, die weiter verkauft werden dürfen. Deshalb ist laut Gemeindeverwaltung geplant, dass der Wochenmarkt weiterhin wie üblich stattfindet, jeden Freitag von 10 bis 17 Uhr.

Von allem ist genug da

Sollte es aufgrund neuer Entscheidungen dennoch zur Schließung kommen (verantwortlich für die Durchführung des Marktes ist die Marktgilde), werde die Familie Hermann ihre Waren weiterhin im Hofladen in Angelbrechting verkaufen, sagt die Chefin. Kartoffeln, Eier, Gemüse, Äpfel und weitere Lebensmittel vom eigenen Hof sowie aus der Region seien genug vorhanden und würden auch weiterhin geliefert, so Anette Hermann.

Keine Spur von Panik

In der Schlange vor der Hütte des Hansn-Hofs sowie der anderen Verkaufsstände halten die Kunden freiwillig Abstand voneinander, dafür bedarf es gar keiner extra Markierungen. Corona ist das einzige Gesprächsthema, unisono sind Sätze zu hören wie: „Hamsterkäufe mache ich keine, die braucht es doch auch gar nicht“, „Verrückt, wenn Leute hamstern, sodass andere nichts mehr bekommen.“ Es herrscht eine gelassene und ruhige Atmosphäre wie an jedem Wochenmarkt-Freitag – einzige Ausnahme: Die Menschen stehen weiter voneinander entfernt.

Die aktuellen Entwicklungen in Sachen Corona im Landkreis Ebersberg lesen Sie auf unserer Überblicksseite

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