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Besichtigungstermin auf dem Dach (v.li.): Océ-Energie-Manager Harald Metzger, Marketingmanagerin Claudia Huberth und Infrastrukturleiter Christian Stampfer. 

Océ in Poing

5000 Solarmodule für noch mehr Unabhängigkeit

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Unabhängig sein von herkömmlicher Energie: Um das zu erreichen, installiert Océ in Poing jetzt eine riesige Photovoltaikanlage. In anderen Bereich ist das Unternehmen schon autark.

Poing – 94 Prozent der Energie, mit der Océ versorgt wird, ist laut Harald Metzger, dem Energie-Manager des Unternehmens in Poing, regenerativ. Ab nächstem Jahr soll es noch mehr werden, wenn die neue Photovoltaikanlage auf den Dächern der fünf Hallen des Druckmaschinenherstellers in Betrieb geht, kündigen er und Christian Stampfer, Leiter Infrastruktur, an. Derzeit werden die Module auf den Dächern montiert, insgesamt 5000 Stück, mit einer Gesamtleistung von 1,5 Megawatt peak, berichten die beiden. „In Summe können damit 15 Prozent unseres Stromverbrauchs abgedeckt werden“, erläutert Harald Metzger. Je nach Wetter und Sonnenschein könnten es an manchen Tagen sogar 100 Prozent sein.

Idee seit 20 Jahren im Sinn

Seit gut 20 Jahren habe er schon die Photovoltaikanlage im Sinn, erzählt der Energie-Manager. Jetzt sei der ideale Zeitpunkt gekommen. Das kommunale Energieversorgungsunternehmen Eberwerk ist von Océ mit der Installation beauftragt worden. „Uns war wichtig, ein regionales Unternehmen zu gewinnen“, sagen Metzger und Stampfer.

Kommunales Unternehmen erhält Auftrag

Die Montage der Module auf den Dächern der 30 Jahre alten Hallen sei nicht ohne, erläutern die Projektverantwortlichen: „Man muss aufpassen, dass insbesondere die Dachschicht nicht beschädigt wird.“ Deshalb könne die Anlage nicht flächendeckend installiert werden, sondern mit Abständen. Auch, um bei Schnee die Dächer räumen zu können. Deren Fläche beträgt pro Halle 6500 Quadratmeter, was knapp einem Fußballfeld entspricht.

Inbetriebnahme im März 2020

Im März 2020 soll die Photovoltaikanlage in Betrieb gehen. Sie wird ein weiterer Mosaikstein sein zur kompletten Versorgung aus regenerativer Energie. Laut Metzger bezieht Océ bereits jetzt Ökostrom, beheizt werden die Gebäude mit Fernwärme aus der Poinger Geothermie-Anlage, Kühlprozesse im Werk erfolgen mit Grundwasser. Ergebe in Summe etwa 94 Prozent regenerative Energie. „Man muss davon überzeugt sein“, sagt Harald Metzger über das Bestreben von Océ in Poing, unabhängig zu werden von herkömmlichen Energiequellen.

Lesen Sie auch: Océ heißt ab 2020 Canon.

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