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Poings Pfarrer Philipp Werner ist jetzt auch aktives Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr.

Neues Mitglied

Poings Pfarrer ist jetzt auch Feuerwehrler

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Die Freiwillige Feuerwehr Poing hat in diesem Jahr so viele aktive Neumitglieder wie schon lange nicht mehr. Eines davon ist seit Kurzem Pfarrer Philipp Werner.

Poing – Einmal ist es bislang passiert, dass der Piepser unmittelbar vor Beginn einer Werktagsmesse Alarm schlug. Das Lagebild: Kfz eingeklemmt unter Tanklastzug, mehrere Personen im Fahrzeug vermutet. „Da habe ich die Messe wirklich sehr schnell gefeiert“, gibt Philipp Werner zu. Gleich nach dem Gottesdienst wurde er von den Feuerwehrkameraden mit Blaulicht vor der Kirche erwartet und zum Einsatzort gefahren. „So ist das Leben manchmal“, sagt Werner, der im September den Dienst als Pfarrer in Poing angetreten hat.

Poing: Feuerwehr-Seelsorger in den eigenen Reihen

Seit Kurzem ist er auch aktives Mitglied der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr (FFW), das Beispiel, von dem er erzählt, stammt aus seiner aktiven Zeit davor. 2014 trat er in die FFW in Aschau am Inn ein, nachdem er 2016 zum Priester geweiht und nach Landshut versetzt worden war, hat er sich auch dort zum Dienst gemeldet. „Das war auch bitter nötig, denn tagsüber sind oft viel zu wenige Freiwillige greifbar, sodass wirklich jeder gebraucht wird. Als Kaplan hat man tagsüber deutlich mehr Flexibilität als abends, darum war ich für den Tagdienst eine gute Ergänzung.“ Diese will er nun auch in Poing sein. Sowohl als aktives Mitglied als auch als ausgebildeter Feuerwehr-Seelsorger. Hinzu kommen weitere Zusatzausbildungen, die er an der Staatlichen Feuerwehrschule in Geretsried absolviert hat, erzählt der 43-Jährige.

Feuerwehr Poing hat 98 aktive Mitglieder

Robert Gaipl, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Poing, freut sich, ihn ab sofort in seinen Reihen zu haben. „Es ist das erste Mal, dass wir einen Pfarrer als aktives Mitglied haben.“

Aktuell zählt die FFW Poing 98 Aktive (14 Jugendliche, 9 Frauen und 75 Männer). In 2019 konnte die Feuerwehr bislang 23 Neueintritte verzeichnen, auch darüber ist Gaipl froh. „So viele Neuzugänge in einem Jahr hatten wir lange nicht mehr.“ Und das ist gut so, weil: Aufgrund des Wachstums der Gemeinde nehmen auch die Aufgaben und Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr zu. Allein in diesem Jahr waren es bis zum Tage der Dienstversammlung, die vor Kurzem stattgefunden hat, 187 Einsätze. Genau so viele, wie im ganzen Jahr 2018, berichtet Gaipl.

Kommandant Gaipl jetzt Hauptbrandmeister

Der 51-jährige Kommandant wurde in der Dienstversammlung von der Kreisbrandinspektion Ebersberg zum „Hauptbrandmeister“ ernannt – der höchste Führungsdienstgrad, den ein freiwilliger Feuerwehrmann in Bayern erlangen kann. Seit 2007 ist Robert Gaipl ehrenamtlicher Kommandant der FFW Poing, seine aktuelle Amtsperiode dauert noch sechs Jahre.

Pfarrer sieht großen Sinn im Ehrenamt

Zurück zu Neumitglied Philipp Werner. Warum er aktiv mitmacht, begründet Poings Pfarrer so: „Bei der Feuerwehr bin ich, weil es mir wichtig ist, dass wir gerade als Kirche uns nicht nur beklagen, dass mehr ehrenamtliches Engagement nötig wäre, sondern solches auch selbst zeigen sollten. Und außerdem macht der Dienst nicht nur beim Üben, sondern auch im Einsatz immer Freude, weil man anderen tatkräftig helfen kann und so einen echten Sinn in seinem Tun wahrnehmen kann.“ Wenn es notwendig ist, dann auch gleich nach einem Gottesdienst.

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