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Bis zum 31. August betreut Anzings Pfarrer Bernhard Waldherr die Poinger Pfarrgemeinde mit.

Pfarrei St. Michael

Den Betrieb am Laufen halten

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Nach der Abberufung von Pfarrer Michael Holzner haben am 1. März Anzings Pfarrer Bernhard Waldherr und Diakon Hans Dimke die Geschäfte der Pfarrei St. Michael Poing übernommen. Als Aushilfe steht zudem ein bereits pensionierter Priester zur Verfügung.

Die rund 6000 Katholiken, die in Poing leben, sind offiziell bis zum 31. August pfarrerlos. Nach der kurzfristigen Abberufung von Michael Holzner wird die Pfarrgemeinde von Anzings Pfarrer Bernhard Waldherr und dem dortigen Diakon Hans Dimke betreut. Beide sind seit 2008 verantwortlich für den Pfarrverband Anzing-Forstinning. Bis zum 1. September, wenn Poings neuer Pfarrer Christoph Klingan seinen Dienst antreten wird, sind die beiden zusätzlich für die Pfarrei St. Michael zuständig. „Wir werden in diesen sechs Monaten keine neuen Sachen anreißen, sondern den Betrieb am Laufen halten“, sagt Waldherr.

Dabei helfen werde der bereits pensionierte Priester Sebastian Alram aus dem Pfarrverband Gelting-Finsing. „Und wir haben in Poing ein gutes Team“, betont Waldherr. „Es ist alles nur eine Frage der Organisation.“ So würden Pastoralreferent Michael Wendlinger sowie die Gemeindereferentinnen den einen und anderen Wortgottesdienst übernehmen.

Gottesdienste fallen aus

Diakon Hans Dimke kümmert sich bis zum 31. August auch um Verwaltungsaufgaben in der Poinger Pfarrei St. Michael.

Aufgrund der Versetzung von Holzner und der daraus resultierenden Lücke fallen in Poing bis auf Weiteres zwei regelmäßige Gottesdienste aus, informiert Pfarrer Waldherr: die 8-Uhr-Messe am Dienstag und die Frühmesse (8.30 Uhr) am Sonntag. Darüber hinaus wird es sonntags keine Beichtgelegenheit mehr geben (bislang ab 8 Uhr). Der Beichtstuhl in der Pfarrkirche St. Michael wird für die nächsten sechs Monate verwaist bleiben.

Sollten in der nächsten Zeit in den Pfarreien Poing und Anzing-Forstinning mehrere Taufen an einem Tag anstehen, „kann es sein, dass wir mal zwei Familien in einer Tauffeier zusammenlegen“, informiert Pfarrer Bernhard Waldherr. Dies gelte nicht nur für Poing, sondern auch für Anzing und Forstinning.

Ostern ist gesichert

Die Dienste und Aufgaben für die nächsten Wochen habe man bereits besprochen und schon teilweise eingeteilt. Das bevorstehende Hochfest an Ostern sei überall gesichert. „Es wird nichts ausfallen“, sagt Waldherr mit Blick auf die drei Kirchen. Auch die drei Erstkommunionen, die im April und Mai in Poing anstehen, seien nicht betroffen. „Die Gottesdienste werden von Pastoralreferent Michael Wendlinger und von Martina Hohl vorbereitet. Zum Zelebrieren der Messe selbst wird selbstverständlich ein Geistlicher da sein.“

Michael Holzner ist jetzt Kaplan

Wie berichtet, hat das Erzbischöfliche Ordinariat Anfang Februar bekanntgegeben, dass Michael Holzner aus Poing abgezogen wird. Seit dem 1. März ist er als Kaplan im Pfarrverband Neuaubing-Westkreuz tätig, ausschließlich in der Seelsorge. Für die Versetzung nennt die Behörde der Erzdiözese München und Freising zwei Gründe: Mit knapp 19 Jahren war Holzner viel länger als die von Bischof Reinhard Marx vorgegebenen maximal 15 Jahre in einer Pfarrei tätigt. Zweitens: Bei einer routinemäßigen Revision vor gut einem Jahr sind bei den Finanzen der Pfarrei St. Michael Unregelmäßigkeiten aufgetaucht. Seit Sommer 2015 hat Ebersbergs Stadtpfarrer und Dekan Josef Riedl sämtliche Verwaltungsaufgaben in Poing geführt. Seit dem gestrigen 1. März liegen auch diese in den Händen von Anzings Pfarrer Bernhard Waldherr und Diakon Hans Dimke. Letzterer ist unter anderem zuständig für die beiden katholischen Kindergärten am Bergfeld (Poing-Nord) und am Endbachweg (Poing-Süd).

Armin Rösl

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