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Bis zu 10.000 Besucher kommen jedes Jahr zum Poinger Straßenfestival in der Hauptstraße. Aufgrund von rechtlichen Vorschriften dürfen die Stände heuer nicht mehr direkt gegenüber voneinander aufgestellt werden.

Neue Vorschriften

Poinger Straßenfestival wird kleiner

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Wegen rechtlicher Vorschriften und weniger Platz wird das Poinger Straßenfestival am 25. Juni kleiner ausfallen als die Jahre zuvor. Das Organisationsteam hadert zwar mit der neuen Situation, hat sich nach anfänglichen Bedenken aber doch entschieden, das Festival durchzuführen.

Beinahe hätte das ehrenamtliche Organisationsteam alles hingeworfen. Vor rund zwei Monaten sei die Stimmung am Tiefpunkt gewesen, berichtet Sprecher Peter Keegan. Aufgrund von rechtlichen Vorgaben, die heuer zu erfüllen seien, könnten die Stände in der Hauptstraße nicht so platziert werden wie bisher. Ähnlich, wie es bereits beim Frühjahrsmarkt erstmals der Fall gewesen sei, dürften Buden nicht mehr gegenüber voneinander aufgestellt werden, sondern versetzt. Damit genügend Platz für Rettungsfahrzeuge vorhanden ist. „Statt wie bisher um die 60 Stände werden wir heuer etwa 40 haben“, berichtet Keegan. Er und das Orga-Team befürchten, dass sich aufgrund der Lücken der Charakter des Straßenfestivals (Termin: Samstag, 25. Juni) verändert. „Es muss eigentlich ein Bild ergeben, die Hauptstraße soll eine einzige Bewegungsmeile sein“, sagt Keegan.

Hinzu kommt, dass aufgrund der Baumaßnahmen auf dem Gelände des ehemaligen Hotels Strasser der dortige Parkplatz als Veranstaltungsfläche wegfällt. Hier waren in den vergangenen Jahren ein Bungee-Trampolin sowie ein Wasserball-Becken aufgebaut. „Beides geht heuer nicht mehr“, bedauert Keegan.

Die Gemeinde Poing, Veranstalterin des Straßenfestivals, glaubt nicht an all zu große negative Auswirkungen. Rettungswege und Feuerwehrzufahrten seien schon immer frei zu halten gewesen, teilt Bürgermeister Albert Hingerl mit. „Die drei Bühnen, logistische Einrichtungen wie die Toilettenanlagen oder Einschnitte in das Programm sind in keinem Fall betroffen.“

Trotz der neuen Situation hat sich das Orga-Team letztendlich doch zum Weitermachen entschlossen. Zumal die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen „und wir das Glück haben, dass wir mittlerweile nicht mehr nach Bands und Musikern suchen müssen, sondern diese von selbst auf uns zukommen“. Wieder werden drei Bühnen in der Hauptstraße aufgebaut sein, eine am Beginn beim Hasi-Bäcker, eine am Ende nahe des Maibaums. Die dritte, kleinere Bühne steht in der Mitte. Auftreten werden unter anderem „ROXXDOXX“, „RoXaiten“, „Casey Don Yeager from Texas“ sowie die Poingerin Martina Resch, die mit ihrer tollen Stimme schon bei den „Open Stage“-Veranstaltungen in der Café-Station für Begeisterung gesorgt hat.

Glücklich ist das Orga-Team darüber, dass trotz der neu einzuhaltenden Bestimmungen die Familienwiese auf dem Maurer-Grundstück möglich ist. Dort wird es Kasperltheater geben sowie zahlreiche Aktionen für Kinder.

Wie nach jedem Straßenfestival, wird sich das Team auch dieses Mal formal auflösen. Ob und in welcher Form es weitermacht und die Veranstaltung, zu der jährlich gut 10 000 Besucher kommen, fortgeführt wird, entscheide sich im Herbst, so Keegan.

Armin Rösl

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