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Reinhard Tonollo (SPD) will Bürgermeister von Poing werden. 

Bürgermeisterwahl in Poing

Er will Hingerl beerben

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48 Stunden, nachdem Poings Bürgermeister Albert Hingerl seinen Abschied angekündigt hat, hat die SPD ihren Kandidaten für die Kommunalwahl präsentiert: Reinhard Tonollo. 

Poing – Gemeinderatsmitglied ist Reinhard Tonollo erst seit 2017, in der Gemeinde Poing aktiv und engagiert ist er schon seit vielen Jahren. Unter anderem hat er die Bürgerinitiative für ein Gymnasium in Poing gegründet, die letztendlich erfolgreich war. Er ist außerdem Vorsitzender des Vereinskartells, zweiter Vorsitzender der Musikkapelle und der Kulturtage Poing – und seit Donnerstagabend der designierte Bürgermeisterkandidat der SPD-Bürgerliste. Bei der Mitgliederversammlung hat der Vorstand Tonollo als Bewerber um die Nachfolge von Bürgermeister Albert Hingerl (SPD) vorgeschlagen, am 31. Mai soll er von den Mitgliedern des Ortsverbandes offiziell nominiert werden.

48 Stunden, nachdem Hingerl in der Bürgerversammlung am Dienstagabend überraschend und erstmals öffentlich angekündigt hatte, dass er bei derKommunalwahl 2020 nicht mehr antreten werde, hat die SPD-Bürgerliste ihren Kandidaten präsentiert.

„Es ist für mich eine Ehre, dass ich in den Fokus des Ortsverbandes und der Gemeinderatsfraktion gerückt bin“, sagt der 54-jährige technische Beamte. „Ich habe mich bereit erklärt, weil ich schon viele Projekte in Poing gemacht habe.“ Dabei habe er gemerkt, dass er Dinge voranbringe, das wolle er weiterhin tun. „Seit 26 Jahren ist Poing meine Heimat“, sagt der gebürtige Regensburger. In seiner damals noch neuen Heimat sei er 1997 einer der ersten Väter im Ort gewesen, die dreieinhalb Jahre Erziehungsurlaub genommen haben, während seine Frau weiterhin beruflich tätig war, erzählt er. Mittlerweile ist der Sohn erwachsen und studiert in Regensburg.

Zurück nach Poing. Hier wolle er die Entwicklung der Gemeinde fortführen, sagt Reinhard Tonollo. In diesem Zusammenhang spricht er von einer großen Aufgabe, einem Ziel, das er verfolgen wolle: den Weiterbau des Bürgerhauses mit Veranstaltungssaal. Nicht jetzt gleich, sondern in ein paar Jahren. 2022/23 mit den Planungen beginnen, 2026 Baustart – dieser Zeitplan schwebe ihm vor. Ob er Realität wird, darüber entscheidet allerdings der Gemeinderat. Der hat erst vor Kurzem mehrheitlich einen entsprechenden Antrag der Fraktion der SPD-Bürgerliste für die Aufnahme der Planungen abgelehnt – weil die Gemeinde für den Weiterbau schlichtweg kein Geld habe, so die Begründung. Dessen und der Gemeinderatsentscheidung sei er sich bewusst, sagt Reinhard Tonollo. Dennoch sei er der Meinung, dass man den zweiten Bauabschnitt nicht auf unbestimmte Zeit verschieben solle – weil eine Gemeinde von der Größe Poings so einen Treffpunkt und Veranstaltungsort brauche.

In diesem Punkt dürfte sich Tonollo fühlen wie im September 2013, als er die Bürgerinitiative für ein Gymnasium Poing ins Leben gerufen hatte. Dass dieses tatsächlich einmal von der Landes- und Kreispolitik genehmigt wird, galt damals noch als Utopie. Dennoch setzten sich Tonollo und seine Mitstreiter unaufhörlich dafür ein. Ende Juni 2018 gaben das bayerische Kultus- und das Finanzministerium auf entsprechenden Antrag des Kreistags Ebersberg bekannt, dass der Bau genehmigt worden ist. Das Gymnasium wird im Neubaugebiet W7, nördlich der Bergfeldstraße in Poing-Nord, errichtet. Derzeit läuft die Planungsphase. Der Baustart für das W7 soll 2020 erfolgen.

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