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Die ersten von mehreren tausend Keramikziegeln sind angebracht.

Kirchbau

Jetzt kommen die Keramikziegel

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Nachdem der Rohbau abgeschlossen ist, erhält Poings neue Pfarrkirche ihre glänzende Fassade: Tausende weiße Keramikziegel werden angebracht, die das Gebäude wie einen Bergkristall erscheinen lassen sollen.

Der Sockel der neuen Pfarrkirche besteht aus Nagelfluh, die Fassade wird mit dreidimensionalen Keramikziegeln eingedeckt.

Wenn das Erzbischöfliche Ordinariat und die beauftragten Architekten von Poings neuer Pfarrkirche sprechen, verwenden sie Wörter wie „Bergkristall“ und „Poings Stadtkrone“. Die nimmt immer mehr Gestalt an – der Rohbau ist fertig, jetzt geht’s in Sachen Fassade ans Detail. Mehrere tausend weiße, dreidimensionale Keramikziegel werden angebracht, um die Kirche weithin sichtbar glänzen zu lassen. „Wir sehen die Kirche als Kristall“, sagten die Architekten Prof. Andreas Meck und Axel Frühauf aus München im Winter, als sie das Material für die Fassade präsentierten. Je nach Sonnenlicht-Einfall schimmert die Oberfläche unterschiedlich. Am Bauwerk sind, von der Gruber Straße aus gesehen, jetzt die ersten Keramikziegel angebracht worden. Eine Arbeit, die einem Puzzle gleicht.

Laut Zeitplan startet demnächst auch der Innenausbau. Die Eröffnung und Einweihung des neuen Gotteshauses ist laut Ordinariat für Juli 2017 vorgesehen. Das Erzbistum München und Freising hat für den Bau 14,6 Millionen Euro freigegeben.

Die neue Kirche mit Platz für rund 350 Menschen ist die erste im Erzbistum, die das Patrozinium des Seligen Paters Rupert Mayer tragen wird. „Sie vervollständigt das Kirchenzentrum Seliger Pater Rupert Mayer, das bisher aus Kindergarten und Pfarrheim besteht und in unmittelbarer Nähe zum Bürgerhaus und zur evangelischen Kirche ein wichtiger Bestandteil des neuen Ortszentrums von Poing ist“: Mit diesen Worten beschreibt das Ordinariat den Neubau.

Durch den stetigen Wachstum der Gemeinde Poing sei die bisherige Pfarrkirche St. Michael in Poing-Süd für den Bedarf der Gemeinde zu klein geworden. Laut Pressestelle des Erzbistums werde sie künftig als Werktagskirche zur Verfügung stehen; auch wird der benachbarte Wohnsitz des Pfarrers beibehalten. Allerdings wird Christoph Klingan, der ab 1. September Poings neuer Pfarrer ist, nicht gleich in das Haus an der Schulstraße, in dem sich auch das Pfarrbüro befindet, einziehen können. Die Wohnung wird derzeit renoviert. Klingan, der bis Ende August noch persönlicher Sekretär von Erzbischof Reinhard Kardinal Marx ist, folgt auf Michael Holzner, der Anfang des Jahres vom Ordinariat versetzt wurde.

Armin Rösl

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