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Kurzer Weg zum Bahnsteig: Die Grünen schlagen vor, östlich der Großbaustelle eine provisorische Treppe einzurichten (siehe Pfeil). 

S-Bahnhof

Schneller zum Zug

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Damit Pendler trotz der Großbaustelle am Poinger S-Bahnhof schnell zum Bahnsteig gelangen, schlagen die Grünen eine Behelfstreppe vor.

Poing – Die Grünen haben eine Idee, wie während des Baus der neuen Unterführung der Zugang zum S-Bahnsteig auf der Nordseite des Poinger Bahnhofs verbessert werden könnte: mit einer Behelfstreppe. Diese könnte am östlichen Ende der Baustelle, an der Ecke zum dortigen Nagelstudio, errichtet werden. So lautet der Vorschlag, den der Ortsverband von Bündnis90/Die Grünen und die Gemeinderatsfraktion nun als Antrag an Bürgermeister Albert Hingerl und den Gemeinderat gestellt haben. Die Errichtung der Treppe soll laut Grüne „möglichst kostengünstig erfolgen“, heißt es im Antrag. Weil das Provisorium lediglich für etwa ein Jahr stehen müsse, bis die neue Bahnunterführung fertiggestellt ist.

Die Großbaustelle sorgt derzeit dafür, dass der Zugang zum Bahnsteig auf der Nordseite nur an der bisherigen Unterführung im Westen sowie am Zugang hinter dem Parkhaus im Osten erfolgen kann. Wer es eilig hat, und aus Richtung Marktplatz zur S-Bahn will, kann nicht, wie früher, auf direktem Weg über eine Treppe zum Bahnsteig gelangen, sondern muss entweder nach links oder nach rechts etwa 90 Meter länger gehen. Was zur Folge haben kann, dass die entscheidenden Sekunden fehlen und einem die S-Bahn vor der Nase wegfährt.

Damit argumentieren auch die Grünen, die hoffen, dass der Bau der Treppe zeitnah umgesetzt wird. „Sonst könnte die Attraktivität der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel durch unnötige Umwege und dadurch verpasste Züge sinken“, schreiben Ortsverband und Fraktion.

Für den Bau einer Behelfstreppe haben die Grünen den gerodeten Geländestreifen am östlichen Rand der Baustelle ins Auge gefasst. „Der dadurch eingesparte Fußweg beträgt rund 90 Meter, also über eine Minute“, haben die Grünen eigenen Angaben zufolge ausgerechnet. „Diese Zeit kann schon entscheidend sein, ob man eine S-Bahn noch erreicht oder nicht“, schlussfolgern Ortsverband und Gemeinderatsfraktion. Der Antrag wird vermutlich in der nächsten Gemeinderatssitzung auf die Tagesordnung kommen. Seit Mai wird an der neuen Bahnunterführung für Fußgänger und Radfahrer gearbeitet, fertig sein soll sie im November 2019. Die Baukosten für das Großprojekt liegen bei knapp acht Millionen Euro.

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