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Die Poinger Polizei meldet neue Fälle von Anrufen von „falschen Polizeibeamten“. 

Betrugsmasche geht weiter

Schon wieder rufen „falsche Polizisten“ an

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Es hört nicht auf: Erneut wurden der Polizeiinspektion Poing Anrufe gemeldet von Betrügern, die sich als Polizisten ausgegeben haben. Die Anrufe erfolgten Dienstagabend.

Poing – Erneut hat es im Bereich der Polizeiinspektion Poing Fälle der Betrugsmasche „Falscher Polizeibeamter“ gegeben. Dienststellenleiter Helmut Hintereder berichtet, dass am Dienstagabend mehrere solche Anrufe gemeldet worden sind. „Aktiv zeigten sich die Täter zwischen 20.20 und 22.30 Uhr“, teilt Polizeirat Hintereder mit. Die Betrugsmasche: Der Anrufer gibt sich als Polizist aus und versucht auf subtile Art und Weise, sein Opfer zur Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen zu bewegen.

„Falsche Polizisten“ haben vor allem ältere Menschen im Visier

Oftmals würden die Betrüger behaupten, dass auf bei Einbrechern gefundenen Unterlagen der Name des Opfers enthalten sei, erläutert Poings Polizeichef. „Mit dieser Legende versuchen die Anrufer, Informationen über die Besitzverhältnisse der Angerufenen zu erhalten und in der Folge diese zur Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen zu bewegen.“ Die Betrüger hätten vor allem ältere Menschen im Visier.

Poing: Keine finanziellen Schäden

Durch die Anrufe am Dienstagabend sind laut Helmut Hintereder keine finanziellen Schäden entstanden, da die Angerufenen die Betrugsabsicht erkannt und rechtzeitig die Telefonate beendet hatten.

Polizei gibt Verhaltenstipps

Weil davon auszugehen sei, dass diese Betrugsmasche von den Tätern weiterhin fortgesetzt wird, bittet die Polizei, die folgenden Verhaltenstipps zu beachten:
• Seien Sie grundsätzlich misstrauisch bei derartigen Anrufen.
• Die Täter nutzen häufig einen technischen Trick, durch den die Notrufnummer 110 im Display angezeigt wird. Beachten Sie: Die Polizei ruft Sie niemals unter der Notrufnummer 110 an.
• Beenden Sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich, ohne persönliche Daten bzw. Informationen über vorhandene Wertgegenstände oder Bargeld preiszugeben.
• Gehen Sie nicht auf Forderungen zur Übergabe von Geldbeträgen oder Wertgegenständen ein.
• Rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei unter einer dem Telefonbuch entnommenen Telefonnummer an, in eiligen Fällen auch unter der Notrufnummer 110. Die Polizeiinspektion Poing ist erreichbar unter der (08121) 9917-0.
• Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
• Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit: Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis.
• Sprechen Sie auch mit Ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie diese vor dem Vorgehen der Täter.  

Lesen Sie auch: Bei der Polizei in Starnberg wurden 24 Fälle in zwei Wochen bekannt. 

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