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Etwa halb so groß wie das jetzige Gebäude wird der Erweiterungsbau von Schustermann & Borenstein in Grub sein.   

Schustermann & Borenstein

Bekanntes Modeunternehmen baut weiteres Großlager in Poing

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Exakt drei Jahre nach Betriebsstart in Grub hat das Modevertriebsunternehmen Schustermann & Borenstein seine Pläne für den zweiten Bauabschnitt vorgelegt. 

Poing – Dieser war von Anfang an geplant, jetzt soll er umgesetzt werden. Die Lagerhalle wird nach Osten hin erweitert, zudem entsteht ein Verwaltungsgebäude. Nach Fertigstellung werden laut Betriebsbeschreibung 1420 Mitarbeiter in Grub tätig sein. Damit wird Schustermann & Borenstein zum größten Arbeitgeber in der Gemeinde Poing – und löst den Druckmaschinenhersteller Océ (rund 1000) ab. Für die Ansiedlung des Unternehmens, das seinen Hauptsitz von München nach Grub verlagert, hatte der Gemeinderat eigens das neue Gewerbegebiet direkt südlich des S-Bahnhofs ausgewiesen.

Der Anbau ist in etwa halb so groß wie die jetzige Halle. Deren Grundfläche beträgt 28 800 Quadratmeter, unterteilt in drei Schiffe á 9600 Quadratmeter, was jeweils gut einem Fußballplatz entspricht. In jedem Schiff gibt es mehrere Stockwerke, in denen die Ware gelagert ist oder fertig gemacht wird für den Versand. Der Vertrieb der Kleidungsstücke erfolgt über den Online-Versand des Portals „Best Secret“, berichtet Merkur.de*.

Auch der Anbau wird laut vorgelegter Planung in drei Schiffe bzw. Hallenabschnitte unterteilt sein. Aufgrund deren Größe überschreitet Schustermann & Borenstein laut Gemeindeverwaltung die Baugrenze im Osten zwar um 1,84 Meter, was aber der Bauausschuss des Gemeinderates in seiner Sitzung am Dienstagabend einstimmig genehmigt hat. Wie Bürgermeister Albert Hingerl berichtete, habe im Vorfeld eine Ortsbesichtigung stattgefunden, in der die Baumaßnahme und deren Auswirkungen auf die angrenzenden ökologischen Ausgleichsflächen erläutert worden seien. Die Verringerung dieser Flächen sei daraufhin „für vertretbar beurteilt“ worden.

Schustermann & Borenstein baut Lager in Poing-Grub

Auch für die Überschreitung der Geschossflächen in zwei der insgesamt vier neuen Gewerbeeinheiten um insgesamt knapp 4000 Quadratmetern hat der Bauausschuss das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Somit kann Schustermann & Borenstein die Vergrößerung wie geplant realisieren.

Dazu gehört die Erweiterung der Stellflächen rund um die Gebäude. Laut Verwaltung sind aktuell 175 Parkplätze vorhanden, mit dem zweiten Bauabschnitt kommen 94 neue hinzu, sodass es am Ende 269 sein werden. Damit ist die Stellplatzforderung der Gemeinde Poing erfüllt.

Im derzeitigen Logistikzentrum in Grub lagern Unternehmensangaben zufolge durchschnittlich etwa vier Millionen Kleidungsstücke. In Spitzenzeiten, wie jetzt vor Weihnachten, erhöht sich die Zahl auf bis zu sieben Millionen. Nach der Erweiterung wird weiter im Zwei-Schicht-Betrieb gearbeitet, dann je Schicht mit rund 650 Mitarbeitern. So steht es in der Betriebsbeschreibung, die dem Antrag beiliegt. Hinzu kommen 120 Mitarbeiter in der Verwaltung.

Schustermann & Borenstein: Bau der Firmenzentrale in Grub startete 2014

Bei der Inbetriebnahme des ersten Bauabschnitts vor drei Jahren sagte Daniel Schustermann, Geschäftsführer von Schustermann & Borenstein: „Das ist das größte Projekt in unserer Firmengeschichte“. Für das jetzige Gebäude habe man rund 50 Millionen Euro investiert. Mit dem Logistikzentrum und der Verwaltung zieht das Modevertriebsunternehmen seine Standorte in München und Umgebung in Grub zusammen.

Das Münchner Unternehmen wurde im Jahr 1923 gegründet und ging aus den Textilgroßhandlungen Hermann Schustermann und J. B. Borenstein hervor. Aus diesen zwei Häusern ist ein internationaler Modehändler mit Kunden aus aller Welt entstanden.

2014 startete der Bau der neuen Firmenzentrale in Grub, wie Merkur.de* berichtet. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, bei München zu bleiben, weil wir sehr viele Mitarbeiter haben, die schon jahrelang bei uns sind“, sagte Daniel Schustermann damals. Aufgrund des direkt neben dem Gebäude liegenden S-Bahnhofs und der Nähe zur Autobahn sei der Standort ideal.

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Exklusive Schuhe im Wert von 100 000 Euro sind durch einen Brand im Sonderverkauf des Textilunternehmens Schustermann und Borenstein im Dornacher Gewerbegebiet beschädigt worden.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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