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Zum globalen Klimastreik haben die Seerosenschüler unter anderem Sprechblasen gebastelt. Die Botschaften sollen in die Tat umgesetzt werden.

Seerosenschule Poing

Klimastreik: Mehr als Sprechblasen

  • Armin Rösl
    VonArmin Rösl
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Die Seerosenschule Poing beteiligt sich am weltweiten Klimastreik an diesem Freitag. Warum? Das haben uns Schüler vorab verraten.

Poing – „Wenn ich so eine Tochter hätte, wäre ich stolz auf sie.“ Das sagt Bylana, Schülerin der Klasse 5/6 HG an der Poinger Seerosenschule, über die 16-jährige Umweltaktivistin Greta Thunberg. „Ich finde es tapfer, dass sie zunächst allein angefangen hat fürs Klima zu kämpfen und es bis jetzt weitermacht“, sagt Dragi, ebenfalls Schüler. Und: „Ich finde es cool, dass sie andere Menschen bewegt, aufzustehen.“

Am globalen „Fridays for Future Klimastreik“ am 20. September werden auch die Schüler der Seerosenschule (Sonderpädagogisches Förderzentrum) aufstehen und auf dem Schulhof fürs Klima demonstrieren – von 10 bis 10.30 Uhr. Dort werden sie die Ergebnisse ihrer Projekte zeigen, die sie in den vergangenen Tagen im Unterricht durchgeführt haben. Dazu gehören unter anderem Schilder, auf denen geschrieben steht, was der einzelne für den Klimaschutz macht bzw. tun kann.

Poing: Versammlung um 10 Uhr auf dem Schulhof

„Es handelt sich um eine Schulveranstaltung, wir versammeln uns und präsentieren unsere Projekte. Es schwänzt also niemand den Unterricht“, erläutert Schulleiter Jörn Bülck. Politische Bildung sei im Lehrplan vorgesehen, dazu gehöre auch die Meinungsbildung. Und das Wissen, was in der Welt los ist und warum. Ab der 5. Klasse, erzählt Bülck, werden die Kindernachrichten „logo“ im Unterricht angeschaut und darüber diskutiert.

Vorbereitungen im Unterricht

Am Donnerstagvormittag liefen in den Klassen der Seerosenschule die letzten Vorbereitungen für den Freitagvormittag. In den vergangenen Tagen stand das Thema Klima und Klimaschutz im Mittelpunkt, erzählt Lehrerin Tatjana Voss. Behandelt wurden Fragen wie „Was ist der Unterschied zwischen Klima und Wetter?“, „Was kann jeder selbst für den Klimaschutz tun?“ und „Warum ist Klimaschutz wichtig?“. Darauf haben die Schüler der Klasse 5/6 HG am Donnerstagvormittag beim Besuch unserer Zeitung konkrete Antworten: „Weil wir hier auf der Erde weiterleben wollen“, sagt ein Schüler. „Weil wir die Erde retten wollen“, eine Schülerin.

Poing: Nachhaltig handeln

Deshalb wollen sie nicht nur an diesem Freitag Schilder in die Höhe halten, sondern im Alltag versuchen, etwas für den Umweltschutz zu tun. Das betont Schülersprecher Ioannis mit ruhiger und ernster Stimme. Die anderen zwölf Schülerinnen und Schüler in der Klasse stimmen ihm zu.

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