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Zusätzlich zur Fernwärme-Baustelle in der Hauptstraße gibt es in unmittelbarer Nähe zwei Großbaustellen: Auf dem ehemaligen Strasser- und auf dem alten Liebharts-Grundstück.

Hauptstraße und Umleitungen

Eng, gefährlich, fragwürdig

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Die Sperrung der Poinger Hauptstraße sorgt für Kopfschütteln bei Anwohnern der Umleitungsstrecke, wo ziemlich gerast werde. Außerdem: Warum muss die Hauptstraße jetzt saniert werden, wo doch auch hinterher noch große Baustellenfahrzeuge darauf unterwegs sein werden?

Christine Matheja öffnet derzeit ungern die Fenster ihres Hauses an der Anzinger Straße. Die Rückseite ist der Schulstraße zugewandt, auf der derzeit reger Verkehr herrscht – inklusive Rasern, die sie nicht an das Tempolimit von 30 km/h halten, berichtet sie. „In der Schulstraße treten einige ganz schön aufs Gas“, berichtet Matheja. Dies sei nicht nur unerträglich laut, sondern auch gefährlich – insbesondere für Kinder, die die Grundschule und den AWO-Hort besuchen.

Die Schulstraße ist Teil der Umleitungsstrecke für die Hauptstraße. Dort werden seit Wochen abschnittsweise Fernwärmeleitungen und -anschlüsse verlegt, im November wird sie für zwei Wochen komplett gesperrt sein, weil ein neuer Fahrbahnbelag aufgebracht wird.

Aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens entstehen in der Rathaus- und in der Poststraße (ebenfalls Umleitungswege) oftmals heikle Situationen, weil dort große Baustellenfahrzeuge entweder am Straßenrand parken oder auf den Straßen unterwegs sind. Auch die Kurzparker-Plätze direkt vor dem Rathaus sorgen derzeit dafür, dass es sehr eng hergeht.

An dieser Situation wird sich wohl bis Ende November nichts ändern. Die aktuellen Fernwärme-Arbeiten in der Hauptstraße (in Höhe Rathausstraße) dauern laut Landratsamt noch bis etwa 21. Oktober. Nach dem Marktsonntag am 23. Oktober steht dann die Generalsanierung der Fahrbahn an, die „voraussichtlich ab der zweiten Novemberwoche“ durchgeführt und zwei Wochen dauern werde, wie die Kreisbehörde mitteilt. In dieser Zeit wird die Hauptstraße von der Ampelkreuzung Neufarner Straße bis zur Einmündung Anzinger Straße (am ehemaligen Liebharts-Grundstück) komplett gesperrt sein.

Christine Matheja schüttelt den Kopf darüber, dass die Hauptstraße ausgerechnet jetzt neu asphaltiert wird. „Was ergibt das für einen Sinn, wenn beim ehemaligen Liebharts-Bräuhaus (Ecke Anzinger Straße/Hauptstraße, die Red.) und auf dem Strasser-Areal noch gebaut wird?“, fragt sie. Auf beiden Grundstücken entstehen derzeit Wohnanlagen, Matheja befürchtet, dass die vielen, schweren Baustellenfahrzeuge dem neuen Straßenbelag nicht guttun werden. „Vielleicht muss dann wieder aufgerissen werden“, unkt sie. Ihrer Meinung nach wäre es besser, man würde mit der Sanierung der Hauptstraße warten, bis die beiden Großbauprojekte abgeschlossen sind. „Ob jetzt ein Schlagloch mehr entsteht, ist doch schon egal. Bei einem neuen Belag aber nicht“, sagt Christine Matheja.

Bezüglich des Zeitpunkts hat das Landratsamt, das für die Hauptstraße zuständig ist, weil es sich um eine Kreisstraße (EBE 1) handelt, auf Anfrage unserer Zeitung pauschal mitgeteilt: „Die Festlegung eines Termins für ein solches Vorhabens hängt von vielen Parametern ab."

Armin Rösl

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