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Die D-Jugend des TSV Poing mit den neuen fairen Bällen. V orne links Jugendleiter Ludwig „Lucky“ Auer, hinten rechts Trainer Michael Maghun. Bei der Ballübergabe mit dabei war auch Bürgermeister Albert Hingerl (hinten, 3.v.re.).

Neues Aktion des TSV

Poing spielt fair

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Der TSV Poing hat seinen Fußballmannschaften neue Bälle spendiert, deren Siegel nicht alltäglich ist: Sie wurden unter gerechten Standards produziert. 

 Poing Ohne Kinderarbeit hergestellt und mit gerechten Löhnen bezahlt – das sind die neuen Fußbälle, die in der Rückrunde im Spielbetrieb zum Einsatz kommen werden. Bei einem Training der D-Jugend von Coach Michael Maguhn haben Jugendleiter Ludwig „Lucky“ Auer und Bürgermeister Albert Hingerl die Bälle jetzt überreicht. Diese wurden eigens für Poing unter Fair-Trade-Bedingungen hergestellt, informiert Dominik Fuchs von der „Fair-Trade-Town“-Steuerungsgruppe. Die hat sich nach einem Gemeinderatsbeschluss, in dem die Bewerbung Poings zur „Fair-Trade-Town“ festgelegt wurde, zusammengesetzt, um Poing als Vorreiter-Kommune für faire Produkte zu machen.

„Die Bälle besitzen das Fair-Trade-Siegel und sind daher nachgewiesen unter nachhaltigen Bedingungen, zu fairen Löhnen und ohne Kinderarbeit hergestellt worden“, berichtet Fuchs, Gemeinderatsmitglied der Grünen. Bürgermeister Albert Hingerl (SPD) ergänzt: „Als Fair-Trade-Town Poing ist das nur ein Beispiel von vielen. Es wäre schön und wichtig, wenn sich viele Akteure der Idee anschließen würden“.

Ein wichtiger Teil im gesamten Bewerbungsprozess ist laut Steuerungsgruppe die Einbindung von Vereinen, Kirchen und Schulen, „damit das Projekt auch in der Gemeinschaft gelebt wird“, wie es in der am Dienstag veröffentlichten Pressemitteilung heißt. „Mit dem TSV Poing ist die Steuerungsgruppe, die die Bewerbung vorantreibt, auf einen idealen Partner gestoßen.“ Jungen Leuten die Bedeutung von Fairness nicht nur auf dem Platz zu zeigen, sondern auch die Augen auf Menschen zu richten, die unter schwierigsten Bedingungen arbeiten, sei ein wichtiges Anliegen dieser Kooperation. Daher ziert den Fußball neben dem Fair-Trade-Logo und dem Wappen der Gemeinde auch der Leitspruch „Poing spielt fair“.

Jugendleiter Lucky Auer ist von dem Projekt angetan: „Ich unterstütze das im Rahmen meiner Möglichkeiten. Des Weiteren bin ich natürlich gespannt, wie sich dies hier in Poing entwickelt. Zudem freut es mich, dass wir bei diesem Thema vorne mit dabei sein dürfen.“

In einem nächsten Schritt bekommen alle Coaches des TSV Poing bei der kommenden Trainerbesprechung eine kurze Einführung über Fair-Trade, damit sie dieses wichtige Thema auch in ihre Mannschaften weitertragen können, kündigt Dominik Fuchs an. Sollten sich die Bälle im Spielbetrieb bewähren, könne man sich vorstellen, noch weitere zu bestellen. Außerdem sei ein Infostand der Steuerungsgruppe Fair-Trade beim nächsten „Champions-League-Turnier“ der TSV-Nachwuchsfußballer geplant.

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