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Großer Beifall beim Abgang von der Bühne beim Neujahrsempfa ng für Poings Bürgermeister Albert Hingerl. 

Neujahrsempfang

Stehender Applaus für Poings Bürgermeister Albert Hingerl

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Albert Hingerl hat am Sonntagnachmittag zum letzten Mal als Poinger Bürgermeister einen Neujahrsempfang abgehalten. Nach seiner Rede gab es stehenden Applaus.

Poing – Nachdem Albert Hingerl am späten Sonntagnachmittag seine Neujahrsansprache beendet hatte, gab es lauten Beifall von den gut 300 Besuchern des Neujahrsempfangs in der Aula der Anni-Pickert-Schule. Nach etwa einer Minute begannen die ersten, während des Klatschens aufzustehen, schnell folgte der Rest. Stehender Beifall für die Bürgermeister-Ära von Albert Hingerl, die am 1. Mai nach 20 Jahren enden wird. In den zehn Jahren davor war er 2. Bürgermeister der Gemeinde Poing. „Eine lange Zeit, in der in unserer Gemeinde sehr viel passiert ist“, sagte Hingerl. Eine Zeit, in der aus einem kleinen Dorf eine kleine Stadt geworden sei, mit aktuell etwa 16.700 Einwohnern.

Poing: Vom kleinen Dorf zur kleinen Stadt

In Anlehnung an den Imagefilm „Geh mal raus“, den der Poinger Regisseur Raffael Scherer im vergangenen Jahr im Auftrag der Gemeinde gedreht hat, nahm Hingerl in seiner Rede die Besucher mit auf einen kleinen Spaziergang durch die Gemeinde. Start in Alt-Poing mit dem neugestalteten Ortskern bei der Kirche St. Michael, inklusive des Wohngebäudes an Stelle des ehemaligen Liebharts-Bräuhauses, wo im Erdgeschoss jetzt Gemeinderäume und ein italienisches Restaurant untergebracht sind. Nach einem kurzen Abstecher nach Angelbrechting ging es weiter zur neuen Bahnunterführung am S-Bahnhof, die nach 30 Jahren der Diskussion und Verhandlungen im Frühjahr endlich fertiggestellt sein werde. Hinüber zum Sportzentrum, das in den nächsten Jahren erweitert wird, zu den Poinger Kindertagesstätten und Schulen sowie in die Neubaugebiete am Bergfeld und anschließend nach Grub. Dort, wo die Landesanstalt für Landwirtschaft zuhause ist und in einigen Jahren auch die Polizeiinspektion Poing. Auf staatlichem Grund soll ein neues Gebäude für die Polizei gebaut werden (wir berichteten).

Rundreise durch Poing

Nach seinem Rundgang blickte Albert Hingerl nach vorne: „Wir müssen in den nächsten Jahren an der Entwicklung unserer Gemeinde mit aller Kraft weiterarbeiten. Wir müssen alles tun, um die Zukunft und Lebensqualität unserer Gemeinde zu sichern.“ Dies könne nur Miteinander und im Gespräch miteinander gelingen.

Poings neuer Pfarrer voll des Lobes

Dass Poing eine lebens- und liebenswerte Gemeinde ist, bestätigte der katholische Pfarrer Philipp Werner, der seit September 2019 im Amt ist. In seiner Ansprache sagte er, dass er fasziniert sei von der Herzlichkeit, Freundlichkeit und Offenheit der Menschen, die hier leben bzw. die ihm bislang begegnet sind. Anders, als viele behaupten würden, sei Poing kein anonymer Vorort von München, keine Schlafstadt. „In Poing sind Hirn, Herzen und Augen geöffnet. Was mir imponiert, ist das Engagement vieler Menschen und die Gemeinsamkeit“, sagte Werner. Er, der neu Hinzugezogene, der Poing vorher nicht kannte, sei positiv beeindruckt.

Evangelischer Pfarrer kritisiert Bürokratie

Auch der evangelische Pfarrer Michael Simonsen hob das große ehrenamtliche Engagement und das Miteinander in der Gemeinde Poing hervor. Allerdings sprach er auch von einem „durchwachsenen Jahr“, weil beispielsweise erneut ein Fenster der Christuskirche mutmaßlich mutwillig zerstört worden sei. Und weil das Ehrenamt immer mehr bürokratische Hürden und Gesetze hinnehmen müsse, die von Ehrenamtlichen manchmal nicht mehr zu begreifen und ertragen seien – und die Lust am Ehrenamt nehmen.

Hingerls großer Dank an seinen Stellvertreter

Apropos Lust: Bürgermeister Albert Hingerl hatte sichtlich Lust und Laune am Neujahrsempfang. Das zeigte sich insbesondere bei seiner Begrüßung zu Beginn, als er beispielsweise seinen Amtskollegen Roland Frick aus Pliening als „meinen Lieblingsbürgermeister“ bezeichnete, weil er viel mit ihm zusammenarbeite, und Ebersbergs Landrat Robert Niedergesäß schmunzelnd als „wichtigsten Politiker im Landkreis – nach mir“.

Ganz besonders und voller Ernst bedankte sich Hingerl bei Franz Langlechner, der in den vergangenen 20 Jahren stets der 2. Bürgermeister von Poing war. „Ich bedanke mich bei Dir sehr herzlich für die lange Loyalität. Etwas Besseres kann einem Bürgermeister nicht passieren.“ In der Bürgerversammlung 2019 hatte  Albert Hingerl angekündigt, aus Altersgründen nicht mehr für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren

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