Toni Finauer (li.) und Bennet Bauer im Poinger Maibaumstüberl. Der fast 4,8 Tonnen schwere Maibaum wird am 25. September aufgestellt.
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Toni Finauer (li.) und Bennet Bauer im Poinger Maibaumstüberl. Der fast 4,8 Tonnen schwere Maibaum wird am 25. September aufgestellt.

Wachstüberl schon geöffnet

Endlich: Burschenverein Poing stellt Maibaum auf

  • Raffael Scherer
    VonRaffael Scherer
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Wenn September zum Mai wird: Lange hat‘s gedauert. Am 25. September stellt der Burschenverein Poing endlich seinen Maibaum auf.

Poing – Seit Dezember 2019 lag der Poinger Maibaum im Ebersberger Forst und wartete. Gut 38 Meter lang, fertig geschepst, harrte er im Gehölz aus und fing an manchen Stellen schon an zu schimmeln. Im September hat das Warten nun endlich ein Ende. Denn dann stellt der Poinger Burschenverein schließlich doch noch seinen Maibaum bei der alten Kirche in Poing auf.

Der erste Mai fällt dieses Jahr dann quasi auf den 25. September. „Wir haben uns zum Aufstellen für den Samstag vor der Bundestagswahl entschieden“ erklärt 1. Kassier Toni Finauer. „Da sind die Menschen noch weniger gestresst und haben mehr Zeit“, erklärt er. Die Genehmigungen dafür seien bereits eingeholt, wie genau das Aufstellen vonstattengehen soll, klärt der Verein noch in den kommenden Wochen.

Fast genauso lange musste sich das Poinger Maibaumwachstüberl gedulden. Seit Beginn der Pandemie wurde es nur zwischenzeitig als Corona-Teststation zweckentfremdet. Öffentlich gefeiert wurde darin noch gar nicht. Auch der Abbau stand bereits zur Diskussion, doch Finauer war klar: „Wir haben gesagt, dass wir auf jeden Fall die Hütte nicht abbauen, ohne etwas darin gemacht zu haben.“

Genehmigungen kamen schnell und gerne

Ende Juli begann der Verein dann mit den Vorbereitungen, erinnert sich Chronikschreiber Bennet Bauer. Etwa den alten Maibaum zu Stühlen und Tischen für das Stüberl umzubauen, Genehmigungen zu beantragen, Hygienekonzepte zu erstellen und die Inneneinrichtung aufzufrischen.

Vergangenen Freitagmittag kam dann die letzte ausstehende Genehmigung der Poinger Gemeinde. Dementsprechend kurzfristig wurde dann zur Eröffnung am Samstagnachmittag geladen. „Es wird alles genauso ablaufen, wie zur normalen Maibaumzeit im April, inklusive Maibaumklauen, Konzerte und Veranstaltungen im Stüberl – nur dieses Jahr eben im September“, verspricht Finauer.

Die beiden hoffen, dass sich die Eröffnung des Maibaumstüberls in den nächsten Tagen noch herumspricht, da alles sehr spontan und schnell über die Bühne gehen musste. Die jeweiligen Events für die Wochenenden werde der Verein dann immer ein paar Tage zuvor auf Social-Media und ihrer Website bekannt geben, sobald auch für jene die Genehmigungen eingetroffen sind.

Wachhütte donnerstags bis sonntags geöffnet

Sogar das Landratsamt sei ihnen beim Kampf um die Genehmigungen mit Wohlwollen begegnet: „Auch die Dame vom Landratsamt in Ebersberg war froh, dass wir sowas machen, denn lieber treffen sich die Leute in kontrolliertem Umfeld, als im Park, auf der Skate-Anlage oder zu 150. im Keller“, erklärt Finauer. „Man merkt, die Leute wollen raus, besonders junge Leute“, ergänzt Bauer.

Bis zum 25. September ist die Wachhütte von Donnerstag bis Sonntag von 17 Uhr bis 1 Uhr morgens geöffnet - unabhängig von der Inzidenz. Die Gefahr, dass zukünftig der erste Mai wieder in den September falle, bestehe laut den beiden nicht. „Wenn wieder alles normal ist, wird der Turnus wieder beibehalten“, sagt Finauer. 2025 muss der nächste Baum dann hoffentlich nicht im Forst schimmeln – Sondern darf sich dann wieder planmäßig auf das Aufstellen freuen.

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