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Handgemacht und sensationell gut: Der "Burschenburger" des Burschenvereins Poing-Angelbrechting.

Poinger Straßenfestival

Sonne, Gewitter, Abbruch, weiterfeiern

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Das 16. Poinger Straßenfestival am Samstag begann wie alle anderen: bei schönstem, was zu heißem Wetter. Drei Stunden später sorgten Gewitter und Regen für den Abbruch - weitergefeiert wurde trotzdem.

Der Nachwuchs spielt zum Auftakt "Summer of 69": die Jugendblaskapelle Poing-Gelting.

Als um 16 Uhr die Jugendmusikkapelle Poing-Gelting an der Ecke Hauptstraße/Endbachweg „Sommer of 69“ von Bryan Adams spielte, tanzten schon die ersten Besucher auf der Straße. Das Wetter war mit schwül-warmen 30 Grad dem Lied entsprechend, der Auftakt des 16. Poinger Straßenfestivals war einmal mehr bestens. Auf der unteren Bühne ließ die Poingerin Martina Resch mit Gitarre und wunderbarem Gesang Chill-Out-Atmosphäre wie an einem Urlaubsstrand aufkommen; wenn sie Leonard Cohen’s „Halleluja“ singt, gibt’s Gänsehaut inklusive. Auf der Familienwiese (Maurer-Anwesen) sorgte ein Kasperltheater für Spannung und Lacher, an zahlreichen Aktionsständen konnten die Kinder ihr Geschick beweisen, beispielsweise beim Dosenwerfen oder Angeln.

Handgemacht und sensationell gut: Der "Burschenburger" des Burschenvereins Poing-Angelbrechting.

Weiter oben, Richtung Anzinger Straße, hatte der Burschenverein seinen riesigen Grill aufgebaut, auf dem der „Burschenburger“ gebraten wurde. Wer einen solchen mit dem Zusatz „mit allem“ (Tomaten, Gurke, Zwiebel und mehr) bestellte und bekam, und dann hinein biss, wähnte sich im kulinarischen Himmel. Der befand sich tatsächlich noch ein paar Meter weiter bei der 1. Bayerischen Grillmeisterschaft, bei der zehn Teams um den Titel brutzelten. Sieger wurden „Die Zuagroasten“.

Wunderbare Stimme: Die Poingerin Martina Resch sorgte am Nachmittag für Chill-out-Atmosphäre.

Alles war also bestens - bis um 17 Uhr dunkelschwarze Wolken aufzogen und kurze Zeit später über der Hauptstraße ein Gewitter niederging. Als es nach gut einer Stunde immer noch regnete, entschied das Organisationsteam, das Straßenfestival abzubrechen. Die Bühnen wurden abgebaut, die geplanten Bands reisten erst gar nicht an. Trotzdem ging die Party weiter.

Gegen 20.30 Uhr waren die Regenwolken verzogen, hier und dort lugte sogar die Sonne wieder raus. Hunderte kamen am Abend noch in die Hauptstraße, um bei denjenigen, die mit ihren Ständen dem Regen getrotzt und ausgehalten hatten, zu feiern. Und freilich auch drinnen: In der Café-Station versammelten sich zahlreiche Poinger Kroaten, um das EM-Spiel gegen Portugal anzusehen, im „Poinger Herzschlog“ tanzten die Besucher ausgelassen und fröhlich zur Neuen Deutschen Welle. „Hätten wir das gewusst, hätten wir nicht abgebrochen, sondern weitergemacht“, sagte Michael Lang vom Organisationsteam gegen 22 Uhr. Hätte, hätte, Fahrradkette, was soll’s: Poing lässt sich das Feiern nicht vermiesen.

Armin Rösl

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