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Hinter der Schulbushaltestelle sollen Container aufgestellt werden. 

Poing-Süd

In der Hohenzollernstraße wird’s eng

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In einem Jahr wird es in und an der Hohenzollernstraße in Poing-Süd richtig eng werden: Zusätzlich zur Shuttle-Schulbushaltestelle kommt der Kindergarten am Endbachweg hinzu. Der wird provisorisch auf dem Verkehrsübungsplatz aufgestellt.

Poing – Nach langem Warten und unzähligen Diskussionen über die Planung und Finanzierung werden ab den Sommerferien 2018 endlich Nägel mit Köpfen gemacht: Die alten und maroden Gebäudeteile des katholischen Kindergartens am Endbachweg werden abgebrochen, anschließend wird ein Neubau hochgezogen. Das gab Pfarrer Christoph Klingan jetzt in einem Elternabend bekannt. Während der Bauzeit, für die die vom Ordinariat beauftragten Planer rund eineinhalb Jahre veranschlagt haben, werden die 100 Kinder mit ihren Erzieherinnen in Container umquartiert.

Die Module werden auf dem Verkehrsübungsplatz der Polizeiinspektion aufgestellt, nördlich hinter der Shuttle-Schulbushaltestelle an der Hohenzollernstraße. Insbesondere in der Früh dürfte dies zu Verkehrsengpässen führen, wenn Schulbusse zeitgleich mit Autos der Eltern, die ihre Kinder zum Kindergarten bringen, durch die Straße fahren.

Auf Anfrage unserer Zeitung teilt Bürgermeister Albert Hingerl mit: „Die grundsätzliche Problematik sich überschneidender Bringverkehre zur Schulbushaltestelle in der Hohenzollernstraße sowie zu den Modulen des Kindergartens ist der Gemeinde bewusst und wurde auch im Vorfeld bereits öffentlich thematisiert.

Die konkrete Lösung wird – sobald die hierfür zwingend erforderlichen Planungsgrößen feststehen – im Benehmen mit der Polizei, der Schule, dem Kindergarten und dem Busunternehmen erarbeitet und diskutiert werden.“ Wie viele Container aufgestellt und wo sie auf dem Platz angeordnet werden, steht noch nicht fest.

Bereits im Dezember 2015 hat sich der Gemeinderat mit dem Thema befasst und die Übergangslösung beschlossen. Damals war vom zuständigen Ordinariat der Erzdiözese München und Freising bekannt gegeben worden, dass der Abriss und Neubau des katholischen Kindergartens in der Zeit von Frühjahr 2017 bis Herbst 2018 über die Bühne geht. Das hat sich nun verschoben.

Eine Sanierung der Gebäude am Endbachweg wäre laut Aussagen von Gutachtern und Planern zu aufwendig und zu teuer im Vergleich zu einem Neubau. Der soll einem Maulwurfshügel gleichen: Die Einrichtung wird in einen Erdwall integriert, der als Lärmschutz zur benachbarten Bahnstrecke dient. Kosten: knapp vier Millionen Euro. Davon zahlt das Erzbischöfliche Ordinariat ein Drittel, die Gemeinde Poing zwei Drittel. So wurde es zumindest damals vertraglich festgelegt. Heute heißt es aus der Gemeindeverwaltung, dass man Details hierzu nicht veröffentliche.

Die Module, die während des Abbruchs und Neubaus an der Hohenzollernstraße aufgestellt werden, schlagen laut beauftragtem Planungsbüro mit etwa 333 000 Euro zu Buche. Diese Summe wurde in der Gemeinderatssitzung im Dezember 2015 genannt. Hier ist die Kostenverteilung anders herum vorgesehen: ein Drittel die Gemeinde Poing, zwei Drittel das Ordinariat der Erzdiözese München und Freising.

Schon bei Bekanntwerden vor gut zwei Jahren haben sich Anwohner der Hohenzollernstraße gemeldet, weil sie ein Verkehrschaos befürchten durch Eltern, die ihre Kinder in der Früh hinbringen und nachmittags wieder abholen. „Es wird nicht optimal werden“, gab Bürgermeister Albert Hingerl in der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres 2015 zu.

Damals war noch nicht bekannt, dass eine der beiden provisorischen Schulbushaltestellen für den Transfer der Grundschüler von Poing-Süd nach Poing-Nord ebenfalls in der Hohenzollernstraße eingerichtet wird. Diese Haltestelle besteht seit Mitte September und bleibt bis zum Beginn der Sommerferien 2019. Ein Jahr lang, von Herbst 2018 bis Sommer 2019, laufen Haltestelle und Kindergarten parallel.

Zum Schulbeginn 2019/20 wird die Bushaltestelle wieder aufgelöst, wenn die neue Grundschule an der Karl-Sittler-Straße fertiggestellt ist. Dann ziehen die rund 300 Schüler von ihrem derzeitigen Übergangsquartier, dem neuen Schulgebäude am Bergfeld, zurück in ihre angestammte Heimat.

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