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Um 11 Uhr hat Bürgermeister Albert Hingerl (re.) am Montag die neue Unterführung eröffnet.

Nach 30 Jahren Wartezeit

Poinger Bahnunterführung eröffnet: Endlich freier Durchgang

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Seit Montag, 11 Uhr, ist die neue Fuß- und Radunterführung am S-Bahnhof Poing eröffnet. Ohne Festakt, unter Ausschluss der Öffentlichkeit, wurde das Bauwerk freigegeben. 

Eine offizielle Eröffnungsfeier gab es wegen Corona nicht, ein kleines Band zum Durchschneiden immerhin schon: Poings Bürgermeister Albert Hingerl hat am Montag, um 11 Uhr, die neue Fuß- und Radunterführung am S-Bahnhof eröffnet. Schon kurz danach nutzten die ersten Bürger die barrierefreie Verbindung zwischen Alt- und Neu-Poing. Die Eröffnung mit kurzer Ansprache dauerte in etwa genau so lange, wie vor knapp zwei Jahren der Spatenstich: fünf Minuten. 

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Poing: 30 Jahre Wartezeit

Die Zeit, in der die Gemeinde Poing auf den Bau gewartet hat, betrug etwa 30 Jahre. In denen gab es viele Gespräche und Diskussionen mit der Deutschen Bahn. Weil es immer wieder zu Unstimmig- und Ungereimtheiten gekommen war, hat sich der Bau verzögert und verzögert und verzögert. Bis die Gemeinde Poing dann doch vor zwei Jahren beginnen konnte, das 9,5-Millionen-Euro-Bauwerk zu realisieren. Das allerdings einen Fehler hat, der mehr ist als ein Schönheitsfehler: Es gibt keine direkten barrierefreien Zugänge zu den Bahnsteigen. Hierfür ist die Deutsche Bahn verantwortlich, die die Maßnahme für nächstes Jahr angekündigt hat. Die Gemeinde hatte der Bahn vorgeschlagen, die Barrierefreiheit (auch an den Bahnsteigen selbst) gleichzeitig mit der Unterführung zu realisieren. Doch die Bahn hat ihren eigenen, unflexiblen Zeitplan. 

Im Interview mit unserer Zeitung zum Ende seiner 20 Jahre dauernden Amtszeit blickte Bürgermeister Albert Hingerl auch auf die Geschichte der Unterführung zurück. 

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