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Unterführung am S-Bahnhof Poing soll ansehnlicher werden

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Von: Armin Rösl

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Zweckbau noch ohne Farbtupfer: Poings neue Unterführung am S-Bahnhof. © Johannes Dziemballa

Die neue Fuß- und Radunterführung am S-Bahnhof Poing gewinnt keinen Schönheitspreis. Klar, es ist ein Zweckbau. Dennoch soll er in den nächsten Wochen und Monaten ansehnlicher werden.

Poing – Momentan sorgt die neue Unterführung am Poinger S-Bahnhof bei manchen Bürgern eher für Kopfschütteln, weil sie ein massives Betonwerk in verschiedenen Grautönen ist. Das aber soll nicht auf Dauer so bleiben. In einer jetzt veröffentlichten Stellungnahme erläutert der neue Bürgermeister Thomas Stark, warum die Unterführung so aussieht und was noch geplant ist. Gute Nachricht: Es ist noch einiges an Blumen und Grünflächen vorgesehen.

Poing: Viel Beton und Stahl wegen Statik

Die Beton- und Stahlelemente seien deshalb erforderlich, weil die Statik der Brücke auf das Gewicht der tonnenschweren Güterzüge, die neben der S-Bahn und Regionalzüge drüber fahren, ausgelegt sein muss, erläutert Stark. „Um dieser Belastung bestmöglich standzuhalten, sind massive Stahlelemente an den jeweiligen Seitenwänden notwendig, die das Gewicht tragen und die Last verteilen.“ Aufgrund dessen sei nicht an jeder Stelle eine Begrünung der Unterführung möglich. Stark: „Die Gemeinde Poing hat jedoch gemeinsam mit dem Planungsbüro an einigen Stellen eine Begrünung geplant, die in den kommenden Wochen sukzessive umgesetzt wird.“

Mehr Grün als bisher

Folgende Maßnahmen sind laut Bürgermeister vorgesehen: Die Stiefmütterchen, die bei der Bushaltestelle auf der Nordseite in Pflanztrögen gepflanzt sind, „werden in Kürze durch bienenfreundliche Alternativen ersetzt“. Die auf der Südseite an der Bahnhofstraße stehenden rot-weißen Poller seien derzeit nur Platzhalter und würden in etwa zwei Monaten durch Pflanztröge ausgetauscht. Diese sind laut Thomas Stark bereits bestellt. Weiter informiert er: „Für die derzeit brach liegende Fläche im Süden der Unterführung wurde bereits eine insektenfreundliche Blumenwiese ausgesät.“

Gemeinderat Poing entscheidet

Für die Fläche im Norden werde derzeit ein Gestaltungsvorschlag durch einen Landschaftsarchitekten erarbeitet, der neben einer Begrünung auch Abstellmöglichkeiten für Fahrräder berücksichtigen wird. Dieser Vorschlag werde Stark zufolge dem Gemeinderat zur Diskussion und Entscheidung vorgelegt.

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So sieht die eigentliche Planung im Modell aus. © Archiv

Bezüglich der zwei behindertengerechten Rampen an der Unterführung teilt der Bürgermeister mit, dass diese durch ihre Bauweise rechtliche Auflagen erfüllen. In seiner Mitteilung zur Bahnunterführung heißt es: „Diese Rampen betragen jeweils maximal sechs Prozent Steigung und führen jeweils an der rechten Seite nach unten. Alle sechs Meter verflacht sich die Steigung auf einer Länge von 1,5 Metern auf 1,3 Prozent, um die Rollstuhlfahrer sanft abzubremsen, bevor die Neigung nach unten wieder beginnt. Somit kommen Rollstuhlfahrer sowie Nutzer von Rollatoren oder Kinderwagen sicher die Unterführung nach unten und nach oben.“ Diese speziellen Rampen seien auch der Grund, warum die Süd- und Nordzugänge weit nach links und rechts führen, da sich dadurch die notwendige Länge der Unterführung (insgesamt 140 Meter) ergebe, um die vorgeschriebene Steigung einzuhalten.

Poing: Deutsche Bahn hinkt hinterher

Was noch fehlt, sind die barrierefreien Zugänge zu den Bahnsteigen. Momentan gibt es lediglich Treppen. Für diese Maßnahme allerdings ist laut Stark die Deutsche Bahn verantwortlich. Die habe angekündigt, dass der barrierefreie Ausbau für 2021 geplant sei. „Trotz starker Bemühungen und zahlreicher Verhandlungen durch die Gemeinde Poing konnte leider nicht erreicht werden, dass die Deutsche Bahn mit dem Ausbau bereits beginnt“, so Thomas Stark.

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