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Becken leer: Zum ersten Mal in 40 Jahren ist dieses Nachklärbecken in Neufinsing umfangreich saniert worden. Mittlerweile ist es wieder aufgefüllt. 

VEMO

Die erste Baustelle ist erledigt

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Die erste Baumaßnahme im Klärwerk Neufinsing ist erledigt. Weitere folgen, um das Werk für die Zukunft bzw. den Bevölkerungswachstum zu rüsten.

Poing – Das gemeinsame Kommunalunternehmen VE München Ost (Wasserver- und Schmutzwasserentsorgung), kurz: VEMO, hat im Klärwerk Neufinsing die erste Baumaßnahme abgeschlossen, um die Anlage fit zu machen für die Zukunft. In der Verwaltungsratssitzung am Dienstag berichtete VEMO-Vorstand Thilo Kopmann, dass in den vergangenen Wochen ein Nachklärbecken saniert wurde, das einen Durchmesser von 40 Metern hat und bis zu sechs Meter tief ist. Die Kosten in Höhe von etwa 70.000 Euro seien aus Eigenmitteln des Unternehmens finanziert worden. „Jetzt haben wir wieder ein voll funktionsfähiges Becken“, sagte Kopmann. Dieses sei seit 40 Jahren in Betrieb und insbesondere am Boden und an den Seiten reparaturbedürftig gewesen. Deshalb habe man das Becken komplett geleert, um an die entsprechenden Stellen zu gelangen. Mit einer kleinen Bilderschau auf Leinwand, untermalt mit Musik, zeigte Kopmann den Verwaltungsräten den Ablauf der Arbeiten.

In der Kläranlage wird es in den nächsten Jahren noch öfter Baustellen geben. Ende 2018 kündigte VEMO an, dass es einen zweistelligen Millionenbetrag investieren müsse, um mittelfristig die Kapazität zu erhöhen. Dies sei notwendig aufgrund des stetigen Bevölkerungswachstums.

Aktuell reiche die Kläranlage noch aus, um das Abwasser aller 13 Mitgliedsgemeinden aufzunehmen und fachgerecht zu entsorgen. Laut Kommunalunternehmen sind sämtliche bis 2018 gemeldeten Wohn- und andere Bebauungspläne berücksichtigt, darunter beispielsweise auch das Neubaugebiet W7 in Poing-Nord, wo Wohnraum für etwa 2000 Menschen geschaffen wird.

Ob und welche Auswirkungen die Investitionen auf die Wasser-/Abwassergebühren haben, könne man jetzt noch nicht sagen. Die nächste Kalkulationsperiode für Gebühren beginne im Jahr 2020, teilte VEMO-Sprecherin Susanne Strauch Ende 2018 mit.

Träger des gemeinsamen Kommunalunternehmens sind 13 Gemeinden aus den Landkreisen Ebersberg, Erding und München: Anzing, Aschheim, Egmating, Feldkirchen, Finsing, Grasbrunn, Kirchheim, Kirchseeon, Oberpframmern, Pliening, Poing, Vaterstetten und Zorneding. In allen Kommunen ist VEMO für die Entsorgung von Schmutzwasser zuständig, in Aschheim, Feldkirchen, Kirchheim, Pliening, Poing, Vaterstetten und Zorneding zusätzlich für die Wasserversorgung. Der Verwaltungssitz des Kommunalunternehmens ist in Poing.

Das Kanalnetz für die Schmutzwasser-Entsorgung hat laut VEMO eine Gesamtlänge von 468 Kilometern, was der Entfernung von München nach Kassel entspricht. Das Schmutzwasser von 105.000 Einwohnern fließt in der Kläranlage Neufinsing zusammen.

Mit Trinkwasser versorgt das Kommunalunternehmen eigenen Angaben zufolge etwa 79.500 Menschen; hierfür werden täglich zwischen 11.000 und 12.000 Kubikmeter Trinkwasser über Brunnen gefördert. Entnommen wird es aus 20 bis 40 Metern Tiefe, aus einem Wasserschutzgebiet südlich von Zorneding, am Rande der Münchner Schotterebene. „Dieses Grundwasser ist so rein, dass es ohne weitere Aufbereitung direkt als Trinkwasser an die Haushalte transportiert wird“, schreibt das Kommunalunternehmen auf seiner Internetseite.

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