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Endlich eine Nachfolgerin: Christa Müller (li.) gibt ihr Amt an Rosmarie Hennig ab. 

Neue Chefin beim Poinger Palangavanu-Verein

Vom Tansania-Virus gepackt

Der Poinger Palangavanu-Verein hat eine neue Leiterin. Rosmarie Hennig übernimmt den Posten von Christa Müller. 

Poing/Markt Schwaben – Anfang der 1980er Jahre gab es durch Jürgen Hache erste Kontakte zwischen der damaligen Evangelischen Gemeinde Markt Schwaben/Poing und dem Dorf Palangavanu im Süden von Tansania. Im Sommer 1984 wurde eine „verbindliche Vereinbarung zur partnerschaftlichen Zusammenarbeit“ unterzeichnet. „Unser Ziel war füreinander zu beten, voneinander zu lernen und miteinander zu teilen“, erinnert sich Christa Müller.

Verzweifelte Suche nach einer Nachfolge

Die Religionslehrerin war von der ersten Minute an dabei, sie wurde zur Partnerschaftsbeauftragten bestimmt. Müller hat das verantwortungsvolle Ehrenamt bis vor kurzem ununterbrochen mit großem Engagement und erfolgreich mehr als 35 Jahre ausgeübt. Schon seit längerer Zeit suchte sie verzweifelt nach jemandem, der bald in ihre Fußstapfen treten könnte. Denn die ehrenamtliche Arbeit kostet Kraft, Reisen nach Tansania werden für sie immer beschwerlicher.

Mit Rosmarie Hennig aus Forstinning wurde jetzt eine bestens geeignete Nachfolgerin gefunden. Sie wurde bereits vor kurzem beim Partnerschaftsgottesdienst in der Philippuskirche Markt Schwaben den Gläubigen vorgestellt und in ihr Amt eingeführt. „Mama Twilumba“, wie Christa Müller von allen in der Partnergemeinde Palangavanu liebevoll genannt wird, ist für die „Wachablöse“ überaus dankbar.

Christa Müller war mindestens zehn Mal in Tansania

„Ich weiß nicht mehr genau, wie oft ich dort war“, lacht sie, „mindestens zehn Mal, oder noch öfter!“ Erstmals im Jahr 1993 mit Anita Eras und Ruth Fischer, später hat sie die anstrengende Reise auch ganz alleine gemacht. „Weil ich die Probleme und Schwierigkeiten der Menschen dort sehr ernst nehme“, betont Christa Müller. „Sie brauchen uns.“ Das Selbstbewusstsein der Frauen stärken, die Familien unterstützen und helfen, dass möglichst alle Kinder in die Schule gehen können. Vor allem Aidswaisen sind auf Unterstützung angewiesen, um Medikamente oder Aufenthalte im Krankenhaus zu ermöglichen.

Es gibt so viele „Baustellen“ wie etwa sauberes Trinkwasser oder elektrischer Strom. Dank enger permanenter Zusammenarbeit auf Augenhöhe, dank Hilfe durch großzügige Spenden und Dank der beiden Gemeinden Markt Schwaben und Poing konnten viele Projekte realisiert werden. „Mama Twilumba“ dankt all jenen, die sie bei ihrer unermüdlichen Arbeit all die Jahre unterstützt haben. „Kupanda tuamini pamoja – Miteinander Hoffnung pflanzen“ lautet das Motto der Zusammenarbeit mit den Schwestern und Brüdern in Palangavanu.

Rosmarie Hennig war 1998 zum ersten Mal in Palangavanu

„Im Sommer 1998 durfte ich als Mitglied des Posaunenchors Markt Schwaben die Partnergemeinden des Dekanats München Ost im Süden Tansanias besuchen“, schreibt die neue Partnerschaftsbeauftragte, „nach meiner Pensionierung habe ich mit einer Gruppe um Christa Müller unsere Partnergemeinde wieder besucht!“ Seit dieser Reise habe sie der „Tansaniavirus“ gepackt. „Ich wurde dort auf meinen Kibena-Namen Tumwimbilage (Die zum Lobe Gottes singt) getauft und begegnete meinem Patenkind Asante“, erzählt Rosmarie Hennig. Mittlerweile war sie fünf Mal dort und dabei nicht nur das Dorf mit seinen Menschen kennengelernt.

„Die Gastfreundschaft ist überwältigend, die Begegnungen mit den Menschen herzlich und voller Freude“, erzählt die neue Partnerschaftsbeauftragte ihren Erfahrungen. 

dul

Hier lesen Sie einen Bericht über einen Besuch in Palangavanu

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