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Leiter Thomas Rothe und Erzieherin Andrea Eicher freuen sich über die Wiederöffnung. 

Öffnung nach Corona-Zwangspause

Matschepampe: Endlich wieder Waldkindergarten! 

  • Armin Rösl
    vonArmin Rösl
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Nach Wochen der Corona-Zwangspause ist seit Montag der Poinger Waldkindergarten wieder geöffnet. Die Kinder freut‘s, die Erzieher auch. Endlich wieder Alltag! 

Poing – Mal Regen, mal Sonne, zwischendurch aufkommender Wind, dann wieder windstill – und immer ist zwischen den Bäumen ein Lachen und Rufen zu hören. Die Mädchen und Buben im Waldkindergarten der Poinger Wurzelkinder laufen und stapfen und hüpfen durch ihr Revier, dem Waldstück am Ende des Lindacher Wegs, direkt neben dem Wildpark. 

Poing: Wurzelkinder wieder in ihrem Revier

War was? Und ob! „Zuhause musste ich oft alleine spielen, weil mein Papa oben gearbeitet hat und meine Mutter meiner großen Schwester bei der Schule helfen musste“, erzählt ein Mädchen wenig begeistert: „Ich freue mich, dass ich endlich wieder zu dritt und mit mehreren spielen darf.“ „Und ich freue mich über die Matschepampe!“, ruft ein Bub. Die Matschepampe: vom Regen nasse Walderde, mit der die Kinder formen, kneten, bauen.

Endlich wieder mit Freunden spielen 

„Das Mitteilungsbedürfnis der Kinder ist sehr groß“, erzählt Kiga-Leiter Thomas Rothe von den ersten Stunden nach der Corona-Zwangspause. In den vergangenen Wochen lief auch hier nur Notbetreuung, acht Mädchen und Buben waren da, berichtet Rothe. Seit dem Montag dürfen in Bayern Waldkindergärten wieder so gut wie Normalbetrieb fahren.

Erzählen, spielen, umarmen

Ein kleiner Bub läuft auf den Erzieher zu und umarmt ihn. Einfach so. „Momentan wollen sich alle umarmen“, sagt Rothe und schmunzelt. Das dürfen die Kinder auch, ohne Mundschutz. Den müssen aber, selbst hier im Wald, Besucher tragen. Weil dennoch wegen Corona bestimmte Hygieneregeln eingehalten werden müssen. Die Kinder selbst benötigen keinen Mund-Nase-Masken. Eng aufeinander im geschlossenen Raum sitzt man im Waldkindergarten sowieso nicht – selbst, wenn es regnet, ist der Bauwagen generell nicht sofort eine Option. „Wir haben dank der Bäume ein schönes Blätterdach“, sagt Thomas Rothe und blickt nach oben. 

Endlich wieder Kindergartenalltag

Jetzt muss er aber los, die 21 Mädchen und Buben sowie die beiden Betreuerinnen Andrea Eicher und Lisa Pfaffenstaller warten schon im selbst gebauten Sitz-Rondell aus Ästen auf ihn, zum traditionellen Mittagskreis. Endlich wieder Kindergarten, endlich wieder richtiger Alltag, endlich wieder Zusammensein mit Freunden – so geht es nicht nur den Kindern, sondern auch den Betreuern: „Es tut schon sehr gut, wieder normale Struktur zu haben“, sagt Thomas Rothe. Das, gesteht er, habe auch er vermisst. 

Der größte Betriebsträger von Kindertagesstätten in Poing ist die Kinderland PLUS gGmbH. Sie hat eine neue Geschäftsführerin. 

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